Deutscher Kälte- und Klimatechnischer Verein (DKV)

DKV Jahrestagung 2018 in Aachen

28.11.2018 -

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Deutschen Kälte- und Klimatechnischen Vereins (DKV) am 21. November in Aachen ist einiges los. Neben den üblichen Themen der festgelegten Tagesordnung sind Veränderungen im Vorstand vorgesehen. Es gibt aber auch einen sorgenvollen Blick in die Zukunft, den Dr. Rainer Jakobs in seinem Branchenüberblick beleuchtet.

Pünktlich um 19.30 Uhr eröffnet der Vorstandsvorsitzende Prof. Ullrich Hesse die Mitgliederversammlung. Er erläutert die Tagesordnung und leitet zum Jahresbericht über. Die Anzahl der Mitglieder steigt auf 1563, die Mitgliederstruktur baut sich mit 1401 ordentlichen, 123 fördernden und 39 korporativen Mitgliedern auf. Weiterhin berichtet Hesse über die 2018 vom DKV wahrgenommenen Termine und beschreibt die Aktivitäten. Hervorgehoben wird u. a. der Bildungsatlas, denn für 2019 ist geplant, ihn auf die Schweiz und möglicherweise auf Österreich auszuweiten.

Anschließend folgen die Berichte der Obleute. Für die AA I Kryotechnik berichtet Prof. Christoph Haberstroh, für die AA II.1 stellt Prof. Klaus Spindler zum Thema Grundlagen und Stoffe der Kälte- und Wärmepumpentechnik neue Informationen bereit. Über Anlagen und Komponenten der Kälte- und Wärmepumpentechnik referiert Dipl.-Ing. Rainer Brinkmann aus der AA II.2. Hier geht es insbesondere um die negativen Folgen der F-Gase-VO, genauer gesagt um unvorhersehbare Verfügbarkeitsengpässe und Hamsterkäufe von Kältemitteln sowie um das „Monopoly“ in der Kältemittellieferkette und aktuell sogar um Beschaffungskriminalität. Im Bericht der AA III von Dr.-Ing. Werner Hünemörder  werden neue Erkenntnisse zum Thema Kälteanwendungen vorgestellt. Sehr interessant ist ebenfalls der Wärmepumpenbeitrag der AA IV von Dr.-Ing. Marek Miara. Er zeigt die Steigerung der Absatzzahlen und den prognostizierten Bestand an Wärmepumpen, der laut diversen Studien wesentlich höher sein sollte.

Kein Kältemittel, Nachwuchs und Kupfer

Die Ergebnisse dieser Berichte sowie der Brancheninformationen von Schatzmeister Dr.-Ing. Rainer Jakobs erlauben insgesamt einen spannenden Blick in die Zukunft. Denn zu der aktuellen Kältemittel-Situation und dem Nachwuchs­problem gesellt sich eine dritte schlechte Nachricht: Kupfermangel. Bis 2035 werden weltweit rund 200 Kupferminen wegen Erschöpfung schließen. Der Bedarf jedoch wird stark steigen. Man darf gespannt sein, wie dunkel die Zukunft tatsächlich sein wird. Beste Voraussetzungen sehen anders aus, und Hesse zitiert diese Ergebnisse spontan mit „Kein Kältemittel, kein Nachwuchs, kein Kupfer“ und bringt es damit auf den Punkt. Im Anschluss daran folgen Berichte der Aktivitäten der Bezirksvereine von Jörn Schwarz sowie der Kassenprüfung von Rainer Jakobs.

Die Wahlen

Schatzmeiser Jakobs stellt sein Amt nun Dipl.-Ing. Peter Eßlinger von der Ingeni­eurgesellschaft Grabe aus Hannover zur Verfügung. Für die Rolle des Obmanns der AA III wurde Dipl.-Ing. Robert Baust, Schiessl, gewählt. Obmann der AA IV ist erneut Marek Miara und der neue Sprecher der Bezirksvereine ist Dipl.-Ing. Andreas Binder von Roller. Bei allen neuen zur Wahl stehenden Positionen gibt es jeweils nur einen Kandidaten, der einstimmig bei eigener Enthaltung gewählt wurde. Nach der Entlastung von DKV-Geschäftsführung und Vorstand für das Geschäftsjahr 2017/2018 stimmte die Versammlung dem Haushaltsplan für 2019 zu. Auch diesmal gibt es zur Freude der Mitglieder keine Erhöhung der Beitragssätze. Beim Tagungspunkt Ehrungen gab es viele Namen zu lesen. So gibt es 30 silberne Ehrennadeln für 25 Jahre, fünf goldene Ehrennadeln für 40 Jahre, zwei goldene Ehrennadeln für 50 Jahre und eine Auszeichnung für 60 Jahre DKV-Mitgliedschaft. Jakobs wurde mit der Rudolf-Plank-Medaille des DKV für seine besondere Arbeit gewürdigt und ehrenvoll verabschiedet. Die nächste DKV-Tagung findet 2019 in Ulm statt.

In der KK-Ausgabe 12/2018 berichten wir ausführlich.

(DR)

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