Umweltbundesamt

Klimaneutraler Gebäudebestand 2050

13.11.2017 -

Wie Deutschlands Gebäudebestand klimaneutral werden kann, hat 2016 die UBA-Studie „Klimaneutraler Gebäudebestand 2050“ gezeigt. Nun wurden zwei weitere Fragen untersucht: Welche weiteren Energieeffizienzpotenziale schlummern in der in Gebäuden eingesetzten Technik? Und welche Auswirkungen könnte der Klimawandel im Jahr 2050 auf den Energieverbrauch der Gebäude haben?

Schon die Basisvarianten erzielten eine Einsparung von 35 bis 58 Prozent im Jahr 2050 gegenüber 2008. Besonders effiziente Gebäudetechnik kann noch mehr Energie sparen, vor allem in Nicht-Wohngebäuden. Strom sparen mit effizienten Elektrogeräten erhöht zwar den Heizwärmebedarf etwas, ist aber trotzdem sinnvoll. Ergebnis dieser beiden gegenläufigen Effekte ist eine Senkung des Endenergieverbrauchs im Vergleich zu den oben genannten Basisvarianten im Jahr 2050 auf 39 bis 60 Prozent gegenüber 2008.

Die (angenommene) Erderwärmung verringert den Heizenergieverbrauch spürbar. Im Gegenzug steigt Endenergieverbrauch für die Kühlung von Gebäuden, dank künftig guter Isolierung der Gebäude in geringem Umfang. Im Ergebnis kann der Endenergieverbrauch der Gebäude um 47 bis 65 Prozent gegenüber 2008 sinken.

Alle Zielbilder und ihre Varianten verringern den Primärenergieverbrauch der Gebäude um 79 bis 84 Prozent, die Treibhausgasemissionen um 81 bis 86 Prozent. Um diese Einsparungen zu erschließen, sind zusätzliche Anstrengungen erforderlich, was sowohl die Umsetzung von mehr und hochwertigeren Maßnahmen als auch die dafür sorgenden politischen Randbedingungen betrifft.

Download der Studie: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaneutraler-gebaeudebestand-2050-0

(DR)

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