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Partnerschaft

EnerCube in­te­griert Panasonic-Wär­me­pum­pen in neue Heiz­zen­tra­len

EnerCube mit Panasonic Systemen.

EnerCube / Kathrin Gollackner

EnerCube mit Panasonic Systemen.

Die EnerCube GmbH und die Panasonic Marketing Europe GmbH haben eine strategische Partnerschaft für eine neue Modellreihe vorgefertigter Wärmepumpen-Heizzentralen vereinbart. EnerCube integriert dafür Luftwärmepumpen der Big Aquarea M-Serie von Panasonic in seine Heizzentralen. Die Unternehmen stellen die Zusammenarbeit auf der Expo Real in München vor.

Vorfertigung soll den Heizungstausch verkürzen

Bei der Umrüstung bestehender Gebäude nennt EnerCube vier wiederkehrende Hürden: wenig Platz im Technikraum, aufwendige Installationsarbeiten, begrenzte Fachkräftekapazitäten und hohe Anforderungen an den Schallschutz. Die einzelnen Komponenten werden deshalb bereits im Werk zur Heizzentrale zusammengebaut. So soll der Heizungstausch in großen Beständen in kurzer Zeit und ohne lange Unterbrechung der Wärmeversorgung möglich werden.

David Riedl, Co-Gründer und Geschäftsführer von EnerCube, sagt: „Wir wollen den Heizungstausch so einfach machen, dass sich auch große Gebäudebestände mit überschaubarem Aufwand und wirtschaftlich tragfähigen Investitionskosten auf eine nachhaltige Wärmeversorgung umstellen lassen.“

Partnerschaft bündelt Technik und Vertrieb

Für die neue Modellreihe integriert EnerCube Luftwärmepumpen der Big Aquarea M-Serie von Panasonic in seine Heizzentralen. Panasonic fertigt diese Wärmepumpen in Europa, in der im Vorjahr eröffneten Fabrik in Pilsen in Tschechien. EnerCube übernimmt die Entwicklung und die Fertigung der Heizzentralen. Die Partnerschaft umfasst auch den Vertrieb: EnerCube, Panasonic und Drittpartner bieten die Systeme an. EnerCube erweitert damit seine Vertriebswege und den Zugang zu weiteren Kundengruppen. Panasonic ergänzt sein Angebot um vorgefertigte Heizzentralen.

José Manuel Alves, Regional Director Panasonic Heating & Ventilation Air Conditioning DACH, Irland und UK, sagt: „Die Zusammenarbeit mit EnerCube ergänzt unser Portfolio um einen neuen Ansatz für den seriellen Heizungstausch.“

EnerCube mit Panasonic Systemen.

EnerCube / Kathrin Gollackner

EnerCube mit Panasonic Systemen.

Neue Reihe erweitert den Einsatz

Wohngebäude bleiben ein Schwerpunkt von EnerCube. Mit geringeren Investitionskosten gegenüber der bestehenden Modellreihe und höherer Leistung nennt das Unternehmen nun auch Gewerbe, Einzelhandel und Industrie als Einsatzfelder für den seriellen Heizungstausch. Die neue Reihe erreicht bis zu 180 kW Wärmepumpenleistung. Damit kann ein einzelner Cube größere Gebäude versorgen, für die bisher zwei Einheiten erforderlich waren. Der Hersteller nennt auch kommunale Gebäude und weitere größere Gebäudekomplexe als Einsatzbereiche.

Cubes bündeln Technik außerhalb des Gebäudes

Die Cubes benötigen nach Angaben von EnerCube etwa die Aufstellfläche eines Autoparkplatzes und sind etwa 2,6 m hoch. Wärmepumpen, Heiztechnik, Steuerung und Schallschutz sind vollständig integriert. Das Unternehmen beschreibt den Cube als fertig ausgestatteten Heizraum außerhalb des Gebäudes, der an die Wärmeversorgung angeschlossen wird. Die außerhalb des Gebäudes aufgestellten Heizzentralen sollen den Umstieg von fossilen Heizsystemen auf eine Wärmeversorgung mit Wärmepumpen vereinfachen und den Installationsaufwand vor Ort verringern. Neben dem Heizen sind Kühlen und Warmwasserbereitung möglich. Ein integriertes Schallschutzkonzept sowie Gestaltungsmöglichkeiten wie Holzfassade oder Gründach sollen die Einbindung in unterschiedliche Gebäudeumgebungen unterstützen.

Der Marktstart der neuen Modellreihe ist ab 2027 in Deutschland und Österreich geplant. Weitere Märkte sollen folgen. ■
Quelle: Panasonic / fl