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BIV-Delegiertenversammlung 2016 in Moers

Heribert Baumeister bleibt Bundesinnungsmeister

Nach der Begrüßung der rund 40 Delegierten und Gäste durch Bundesinnungsmeister Heribert Baumeister berichtete Unternehmensberater Dirk G. Müller aus Berlin über den im vergangenen Jahr durchgeführten Betriebsvergleich im Kälteanlagenbauerhandwerk. Obwohl sich nur rund 50 Betriebe an der Aktion beteiligt hatten (von rund 850 Mitgliedsbetrieben), wertete Müller das Ergebnis dennoch als aussagekräftig: „Tendenzen sind klar erkennbar“, so Müller. Kritisiert wurde aus dem Auditorium, dass die Teilnahme am Betriebsvergleich mit 500 Euro deutlich teurer gewesen sei als die mit 100 Euro parallel vom VDKF durchgeführte Version. Begründet wurde dieser Preis mit einer deutlich aufwendigeren Vorgehensweise. Die „geringe“ Teilnahme begründete ein Teilnehmer damit, dass wohl viele Handwerksbetriebe Probleme damit hatten, ihre Bilanzzahlen „herauszurücken“. In diesem Jahr will der BIV zusammen mit Dirk G. Müller eine weitere Erhebung initiieren in der Hoffnung, auf eine stärkere Beteiligung.

Nach dem Bericht des Vorstands, der Präsentation der Jahresrechnung 2015 und dem Bericht der Rechnungsprüfer erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung. Anschließend stand die Neuwahl des Vorstands an. Mit jeweils 30 Stimmen aller anwesenden wahlberechtigten Mitglieder wurden Herbert Baumeister als Bundesinnungsmeister und seine beiden Stellvertreter Wilfried Otto und Frank Heuberger in ihren Positionen bestätigt und damit für drei Jahre einstimmig wiedergewählt. Für das Vorstandsmitglied Andrea Lojewski (sie schied bereits 2015 aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand aus) wurde Gerhard Frisch (Innung Münster) in den Vorstand gewählt. Richard Bockel (Innung Bayern) stellte sich zur Wiederwahl und wurde im Amt bestätigt. Beide Vorstandsmitglieder wurden in Abwesenheit nach vorherigem schriftlichem Einverständnis gewählt. Die beiden Rechnungsprüfer Emil Esser und Frank Starkerjahn wurden ebenfalls einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Anschließend folgte die Vorlage des Haushaltsplans 2016, der bei einer Stimmenthaltung genehmigt wurde. Über Aktuelles aus dem ZVKKW informierte im Anschluss BIV-Geschäftsführer Dr. Matthias Schmitt.

Fachkräftemangel und schlechter Ausbildungsstand
Beklagt wurde von der Mitgliederversammlung nicht nur der Fachkräftemangel und trotz gewisser Erfolge der Nachwuchswerbeaktion auch der fehlende Nachwuchs, sondern auch dessen schlechter Ausbildungszustand. Im ersten Ausbildungsjahr müssten viele Betriebe die Defizite der Haupt- und Realschulabsolventen ausgleichen. Das Bildungsniveau sei niedrig und es sei nicht gut, dass das eigentliche Ausbildungs- und Prüfungsniveau vielfach nach unten angepasst werde, hieß es weiter. Der Zugriff auf lern- und ausbildungswillige Kriegsflüchtlinge sei derzeit kein großes Thema in der Branche. Es gebe nur wenig Erfahrung damit und nur wenige positive oder auch negative Beispiele einer Integration. Man will das Thema aber im Auge behalten.

VDKF und Landesinnung Hessen-Thüringen/Baden-Württemberg blocken
Still geworden war es im vergangenen Jahr auch um die Bemühungen, eine Vereinigung mit dem VDKF in die Wege zu leiten oder wenigstens eine konstruktive Kooperation hinzubekommen. Gemeinsame Termine resp. Terminvorschläge kamen nicht zustande. Der BIV-Vorstand wies die Verantwortung dafür dem VDKF-Präsidium zu, was der anwesende VDKF-Vizepräsident Reinhard Jeschkeit zurückwies. Man wolle sich aber auf der nächsten VDKF-Versammlung in Cochem /Mosel am 28. April 2016 mit dieser Thematik erneut befassen. Dort werden auch Vorstandsmitglieder des BIV anwesend sein. Ähnlich sehe die Situation auch bei der Innung Hessen-Thüringen/Baden-Württemberg aus, die Anfang 2014 aus dem BIV ausgetreten ist und seitdem eigene Wege geht. Auch hier kämen Termine nicht zustande. Leider sieht es so aus, dass sowohl der VDKF als auch die ausgetretene „Großinnung“ weiterhin ihr eigenes Süppchen kochen wollen, was dem immer wieder vom BIV beschworenen, geschlossenen Auftritt des Kälteanlagenbauerhandwerks nicht gerade förderlich ist. „Wir haben den Eindruck, dass hier konsequent geblockt wird“, so Bundesinnungsmeister Heribert Baumeister.

Den Abschluss der diesjährigen Mitgliederversammlung bildete die Vorstellung des Projekts „Kälte maritim“ durch Dr. Wolfgang Lange, das die Ausstellung von auf Schiffen eingesetzter Kälte- und Gefriertechnik im Rahmen einer Sonderausstellung auf einem Traditionsschiff im Hafen von Rostock zu Inhalt hat. Eingebettet ist diese Ausstellung in die Thematik „Straße der Kälte“, die vom Verein für Historische Kälte- und Klimatechnik e.V. (HKK) propagiert wird. Die nächste Mitgliederversammlung soll am 23. März 2017 in Rostock stattfinden. (SI)

www.biv-kaelte.de