Berufsschulzentrum Reichenbach

Prüfungssituationen trainieren und CO2-Schulungsanlage erleben

Auszubildende trainieren Prüfungssituationen und erleben CO2-Schulungsanlage
27.05.2015 - Erstmals absolvierten die 70 angehenden Mechatroniker für Kältetechnik am Ende ihres 3. Ausbildungsjahres am 13. Mai 2015 einen Arbeitstag. Dieser war zugleich der vorläufige Höhe- und Schlusspunkt der Ausbildung am Berufsschulzentrum in Reichenbach, denn danach erhielten die Lehrlinge ihre Jahreszeugnisse.

Natürlich ist die Ausbildung damit noch nicht beendet, das 4. Lehrjahr (ein halbes Jahr) und der Prüfungsteil 2 der Gesellenprüfung als Gestreckte Abschlussprüfung stehen noch an. Sowohl im theoretischen als auch im praktischen Teil sind über einen längeren Zeitraum Prüfungsaufgaben zu lösen. Für viele Auszubildende ungewohnte Umstände, ungeübte Prüfungs- und Stresssituationen. Genau an diesem Punkt setzte das Konzept des Arbeitstages an: praktisches Training von Prüfungssituationen, eigenes Erleben und Meistern von komplexen Anforderungen und Aufgabenstellungen. Das Berufsschulzentrum will den Auszubildenden die Angst und den mentalen Druck vor der bevorstehenden Abschlussprüfung nehmen oder minimieren, indem die Teilnehmer solche Situationen bewusst erleben und meistern.

Getrennt nach verschiedenen Fachbereichen waren komplexe Aufgabenstellungen zu bearbeiten, die im Umfang und Anforderungsniveau über normale Leistungskontrollen oder Klassenarbeiten an der Berufsschule hinausgingen. Bereits am 11. Mai 2015 erlebten acht Lehrlinge des 3. Ausbildungsjahres einen besonderen Berufsschultag vor Ort im Unternehmen compact Kältetechnik GmbH in Dresden. Im Mittelpunkt stand eine Schulungsanlage für CO2-Technologie. Vor dem Hintergrund des Wandels der Kältemittel erlangt CO2 zunehmend Bedeutung in der Tiefkühlung. Nach kurzer Sicherheitseinweisung wurden den Lehrlingen die Vor- und Nachteile von CO2 als Kältemittel  vorgestellt.

Hohe volumetrische Kälteleistung, geringe Herstellungskosten, einen GWP-Wert von 1 und der Schutz der Ozonschicht unseres Planeten machen CO2 einerseits besonders attraktiv. Andererseits sind die hohe Drucklage (Anlagendrücke von bis zu 100 bar sind keine Seltenheit im transkritischen Betrieb), die zwingend geforderte hohe Reinheit des CO2 sowie die Lage von Tripel- und kritischem Punkt besondere Herausforderungen dieses Kältemittels. Nach Erläuterungen zum subkritischen Betrieb einer Anlage wurde eine Kaskadenanlage mit R134a im Hochtemperaturkreislauf im Tieftemperaturkreislauf mit CO2 gefüllt, die Druckschalter eingestellt und die Anlage in Betrieb genommen. Während eines anschließenden Betriebsrundganges erhielten die Lehrlinge Einblick in die Prozessabläufe während der Herstellung von Kälteanlagen. Im Mittelpunkt am Nachmittag standen transkritische Einsatzmöglichkeiten sowie der Boosterbetrieb. An einer Demonstrationsanlage für Normal- und Tiefkühlung wurden die Betriebszustände über eine Software dargestellt.

Als Abschluss dieses besonderen Berufsschultages stellte die Firma den Lehrlingen einen schriftlichen Test, um das eben Gelernte zu wiederholen und zu reproduzieren.

www.bsz-vogtland.de

(DR)

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