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Neuer Standort

Clivet startet Wärmepumpenfertigung in Feltre

Bei voller Auslastung wird das neue Werk 8800 Einheiten unterschiedlicher Clivet-Systeme pro Jahr produzieren.

Clivet

Bei voller Auslastung wird das neue Werk 8800 Einheiten unterschiedlicher Clivet-Systeme pro Jahr produzieren.

Am Hauptsitz im italienischen Feltre hat Clivet ein neues Werk in Betrieb genommen. Auf rund 14000 Quadratmetern sollen dort Wärmepumpen in Großserie gefertigt werden, vor allem für Anwendungen im Dienstleistungssektor und mit natürlichen Kältemitteln. Clivet beziffert die Investition auf 24 Millionen Euro.

Mit dem neuen Standort setzt Clivet seine Expansionsstrategie innerhalb von MBT Climate fort, dem europäischen Geschäftsbereich und der Markendachgesellschaft von Midea Building Technologies (Midea-Gruppe). Vorausgegangen war die Errichtung des Innovation Centre in Padua, das Clivet im vergangenen Sommer als Standort für Forschung und Entwicklung im HLK-Markt eingeweiht hat.

Wärmepumpen international gefragt

Clivet reagiert mit dem Werk auf die steigende internationale Nachfrage nach Wärmepumpen. Stefano Bellò, Präsident und CEO von Clivet, sagt: „Die Eröffnung des neuen Werks in Feltre stellt einen strategischen Schritt auf dem Wachstumskurs von Clivet dar. Wir haben uns entschieden, in unsere Region zu investieren, um die zeitnahe Entwicklung der vom europäischen Markt geforderten Lösungen zu gewährleisten, die Produktionskapazität sowohl im Bereich Heizung als auch im Bereich Kühltechnik zu erhöhen und unseren Kunden und Partnern Systeme zur Verfügung zu stellen, die Komfort, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit vereinen.“

Derzeit arbeiten 30 Mitarbeitende in den Büros und 50 in der Produktion. Weitere Neueinstellungen sind vorgesehen. Clivet will dafür Fachkräfte gewinnen und ausbilden.

Die Produktionslinien sind so konzipiert, dass Roboter, Cobots und automatisch geführte Fahrzeuge im Sinne der kollaborativen Automatisierung eingesetzt werden.

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Die Produktionslinien sind so konzipiert, dass Roboter, Cobots und automatisch geführte Fahrzeuge im Sinne der kollaborativen Automatisierung eingesetzt werden.

Werk erhöht Kapazität und Export

In den Produktionslinien werden die Baureihen Sheen in den Leistungsgrößen 30–60–90 kW, Thunder(R290), Storm, Sheen 130 kW sowie Modular HP für den amerikanischen Markt montiert. Bei voller Auslastung kann das Werk 8800 Einheiten pro Jahr produzieren. Das bedeutet eine Verdopplung der derzeitigen Kapazität für die jeweiligen Produktionslinien.

Bellò betont: „Der starke Aufschwung für Clivet-Produkte im Dienstleistungssektor und die Erschließung neuer Märkte in der Zukunft werden dazu führen, dass 70 % der Produktion für den Export bestimmt sind. Ziel sind insbesondere die Märkte Mittel- und Nordeuropa, wo die Nachfrage nach Wärmepumpen zur Dekarbonisierung im Dienstleistungssektor stetig wächst.“

Fertigung auf Automatisierung ausrichten

Marco Bertazzo, Werksleiter bei Clivet, erklärt: „Die Inbetriebnahme des neuen Werks ist das Ergebnis intensiver Planungs-, Realisierungs- und Organisationsarbeit. Wir haben die Produktionslinien nach den Prinzipien des Lean Manufacturing entwickelt, mit dem Ziel, effizientere Abläufe zu schaffen und Verschwendung zu vermeiden. Zudem haben wir die Produktionslinien so konzipiert, dass Roboter und Cobots (kollaborative Roboter) sowie automatisch geführte Fahrzeuge im Sinne einer kollaborativen Automatisierung integriert werden können.“

Photovoltaik versorgt das Gebäude

Das Gebäude wird von einer Photovoltaikanlage mit 1008 Modulen und einer Gesamtleistung von 805 kWp versorgt. Sie deckt 67 % des Verbrauchs. Den Eigenverbrauch schätzt Clivet auf 87 %, zudem wird Energie ins Netz eingespeist. Am Standort wurden vier Wallboxen zum Laden von Elektrofahrzeugen installiert. Sie ergänzen die 31 Wallboxen, die bereits in den anderen Werken vorhanden sind.

„Wir haben die LEED-Zertifizierung in Silber (Leadership in Energy and Environmental Design) beantragt, eines der weltweit am weitesten verbreiteten und international anerkannten Zertifizierungssysteme für Gebäude. Sie zeigt auf, dass Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt werden, die sich auf Energieeffizienz, Wassereinsparung, die Auswahl nachhaltiger Materialien, die Raumluftqualität sowie den Standort und das Umfeld beziehen – allesamt Merkmale, die im neuen Werk auf höchstem Niveau umgesetzt werden“, fasst Marco Bertazzo zusammen.

Quelle: ar / Clivet