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CO2-Kaltwassersätze und Wärmepumpen im industriellen Einsatz

CoolShift

Mit der Produktreihe CoolShift bietet TEKO CO₂-Kaltwassersätze und Wärmepumpen für Anwendungen vom mittleren Leistungsbereich bis hin zu großen Megawattprojekten.

KältenKlub: Wir sind heute mit dem KältenKlub Mobil bei der Firma TEKO in Altenstadt und sprechen mit Geschäftsführer Andreas Meier über das CoolShift-System. In welchen Anwendungen kommen die CO2-Kaltwassersätze und Wärmepumpen zum Einsatz?

Andreas Meier: Überall dort, wo industrielle Kälte oder Wärme benötigt wird. Das reicht von Krankenhäusern, Rechenzentren und Produktionsbetrieben über die Lebensmittelindustrie bis hin zu Schwimmbädern und kommunalen Einrichtungen. Wir sehen aktuell insbesondere in den Bereichen Rechenzentren, Prozesskälte und Dekarbonisierung von Industrieprozessen ein starkes Wachstum. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, fossile Heizsysteme zu ersetzen und gleichzeitig ihre Energiekosten zu senken. Genau dort setzen unsere Systeme an.

KältenKlub: Für welche Leistungsgrößen sind diese Anlagen interessant?

Andreas Meier: Unsere Plattform beginnt bei etwa 50 kW, wirtschaftlich besonders interessant wird sie ab 100 kW. Der eigentliche Sweet Spot liegt jedoch deutlich darüber. Viele unserer Projekte bewegen sich heute im Bereich von mehreren hundert Kilowatt bis in den Megawattbereich. Mit unserem modularen Ansatz können wir Leistungen von 100 kW bis über 10 MW realisieren. Damit decken wir sowohl einzelne Produktionsstandorte als auch große Industrie- und Infrastrukturprojekte ab.

Ab einer gewissen Leistungsgröße wird jede Anlage zum ­Individualprojekt.

KältenKlub: Warum setzt TEKO bei CoolShift auf CO2?

Andreas Meier: Wir setzen nicht dogmatisch auf CO2, sondern auf die technisch und wirtschaftlich beste Lösung für den jeweiligen Kunden. CO2 bietet in vielen Anwendungen enorme Vorteile. Besonders bei der Warmwasserbereitung oder bei großen Temperaturhüben erreichen wir sehr hohe Effizienzen. Gleichzeitig profitieren Kunden von einem natürlichen Kältemittel mit einem GWP von 1 und langfristiger Investitionssicherheit. Aber wir sagen auch ganz offen: CO2 ist nicht in jedem Projekt die optimale Lösung. In bestimmten Temperaturbereichen kann Propan die bessere Wahl sein. Unser Anspruch ist nicht, ein bestimmtes Kältemittel zu verkaufen, sondern die beste Lösung für die Anwendung des Kunden zu entwickeln.

KältenKlub: Das bedeutet, die Beratung spielt eine entscheidende Rolle?

Andreas Meier: Absolut. Jede Anwendung hat andere Anforderungen. Deshalb analysieren wir zunächst die Temperaturbereiche, Lastprofile, Betriebszeiten und die energetischen Ziele des Kunden. Erst danach entscheiden wir gemeinsam, welches Anlagenkonzept sinnvoll ist. Diese Ehrlichkeit spart dem Kunden am Ende viel Geld und sorgt dafür, dass die Anlage langfristig effizient arbeitet.

KältenKlub: Sind die Anlagen standardisiert oder individuell ausgelegt?

Andreas Meier: Beides. Wir verfügen über standardisierte Plattformen, die eine hohe Qualität, kurze Lieferzeiten und wirtschaftliche Fertigung ermöglichen. Gleichzeitig ist jedes Projekt anders. Deshalb können wir unsere Systeme flexibel an Kunden­anforderungen anpassen – von speziellen Hydraulikkonzepten bis hin zu individuellen Gehäuse- und Redundanzlösungen. Gerade im Megawattbereich sprechen wir häufig von maßgeschneiderten Energiesystemen und nicht mehr von einem klassischen Serienprodukt.

Durch Parallel­schaltungen lassen sich auch Groß­projekte realisieren.

KältenKlub: Was unterscheidet TEKO von anderen Anbietern?

Andreas Meier: TEKO verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im CO2-Anlagenbau. Viele Technologien, die wir heute in CoolShift einsetzen, stammen aus unserem Kerngeschäft mit transkritischen CO2-Systemen. Dadurch können wir auf eine bewährte Plattform, ein internationales Netzwerk und umfangreiche Praxiserfahrung zurückgreifen. Unsere Kunden erhalten nicht nur eine Maschine, sondern ein komplettes Systemkonzept inklusive Beratung, Engineering, Service und langfristiger Betreuung.

KältenKlub: Wie siehst du die Zukunft dieses Marktes?

Andreas Meier: Der Markt steht erst am Anfang. Die Dekarbonisierung von Wärme, die Elektrifizierung industrieller Prozesse und das starke Wachstum von Rechenzentren werden die Nachfrage nach effizienten Kaltwasser- und Wärmepumpensystemen massiv erhöhen. Natürliche Kältemittel werden dabei eine Schlüsselrolle spielen. Wir sehen deshalb großes Potenzial für CO2-basierte Systeme und investieren gezielt in die Weiterentwicklung dieser Technologien.

KältenKlub: Damit haben wir einen tollen Überblick über das System, die Einsatzbereiche und die technischen Hintergründe bekommen. Vielen Dank für das Gespräch

Andreas Meier, Geschäftsführer bei TEKO, erläutert im Interview, worauf es bei der Projektierung von CO2-Kaltwassersätzen und Wärmepumpen ankommt.

Bild: KältenKlub

Andreas Meier, Geschäftsführer bei TEKO, erläutert im Interview, worauf es bei der Projektierung von CO2-Kaltwassersätzen und Wärmepumpen ankommt.

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