Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Atomkraft nein danke?!

25 Jahre nach Tschernobyl und 100 Tage nach Fukushima hat jetzt auch die konservativ-liberale Bundesregierung den Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen zehn Jahre, nachdem dies schon einmal eine, damals allerdings rot-grüne, Bundesregierung getan hatte. Dass es für die Erkenntnis, ein Atomkraftwerk könnte im Falle des Falles (der natürlich bei uns so gut wie ausgeschlossen ist!) höchst gefährlich für die Umwelt sein mit verheerenden Folgen, z. B. der Unbewohnbarkeit ganzer Landstriche Zentraleuropas auf Jahrtausende hin, erst einer weiteren Atomkatastrophe in Fukushima bedurfte, ist für mich, der ich kein Doktor der Physik bin, dennoch nicht ganz nachvollziehbar. Da hätte man/frau doch wohl besser den Beschluss der Vorgängerregierung umgesetzt, dann wären wir in Europa als Vorreiter in Sachen Atomausstieg schon weiter und müssten jetzt nicht noch weitere zehn Jahre warten.

Aber wer hört denn schon gerne auf einen noch so vernünftigen Vorschlag, wenn er von der politischen Opposition stammt. Da ist es doch opportuner, den mächtigen Strom­giganten nachzugeben und ihnen die Möglichkeit zu bieten, die alten Atomkraftwerke weitgehend kostenfrei noch ein paar Jahre weiterlaufen zu lassen quasi ein indirektes Steuer- oder Wahlgeschenk oder wie auch immer man das nennen möchte! Und nun die nicht gerade superglaubwürdige Kehrtwende der politisch Verantwortlichen! Und gleich wird geunkt von Regierungsseite , der künftige Ökostrom aus Windkrafträdern, Photovoltaik etc. werde teurer! Und es wird gedroht resp. gewarnt auf Seiten der Kraftwerkbetreiber mit kostspieligen Prozessen und mit dem Zusammenbruch der Stromversorgung. Wie immer gehört zu einem entscheidenden Umbruchprozess auch das Säbelrasseln der Kontrahenten!

Deutschland hat jetzt die einmalige Chance, den europäischen Nachbarn, aber auch dem Rest der Welt zu zeigen, dass es auch ohne Atomkraft geht, zumal der Anteil von Atomstrom hierzulande nicht zuletzt aufgrund der enormen Anstrengungen, auf ökologische Weise Energie zu produzieren in den vergangenen Jahren auf 22,4 % gesunken ist. Auch energiesparende Technologien und Regeltechnik haben ihren Teil dazu beigetragen und werden auch in Zukunft ganz wesentlich dazu beitragen müssen, Energieverbrauch und -kosten im Griff zu behalten. Das gilt für den gewerblichen Großverbraucher ebenso wie für die große Masse der Privathaushalte, deren Technologisierung, verbunden mit steigendem Energieverbauch, stetig zunimmt.

Energiesparende Technologie und energiereduzierende Steuer- und Regeltechnik stehen daher immer im Fokus der Entwicklung in der Kälte-, Klima- und Lüftungsbranche und ziehen sich wie ein roter Faden auch durch unsere Berichterstattung. Lesen Sie dazu wieder die beispielgebenden Praxisberichte in dieser Ausgabe der KK. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei und neue Anregungen!

Ihr

Markus Simmert