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Effizienter und sicherer: FanGrid statt riemengetriebener Ventilatoren

Retrofit am Flughafen

Seit der Eröffnung des Flughafens 1992 erledigen zwei Lüftungsanlagen die Belüftung des Nord- und Südtunnels. Beide Tunnel verbinden die Parkhäuser mit dem Terminalbereich und müssen kontinuierlich belüftet werden, um die Luftqualität aufrechtzuerhalten und im Brandfall den Rauch abzuführen. Jede Anlage besteht aus einem Zu- und einem Abluft-System, das jeweils mit einem großen riemengetriebenen Ventilator ausgestattet ist.

Im Herbst 2024 fiel einer der insgesamt vier Ventilatoren aus, was zu einem kompletten Stillstand der betroffenen Anlage und damit zu unzureichender Luftzufuhr führte. Das Energiemanagement-Team des Flughafen Münchens musste schnell handeln: Die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung war daher ein umfassendes Retrofit beider Anlagen. Der Ausbau der alten Ventilatoren gestaltete sich besonders aufwendig: Jeder der vier Ventilatoren musste aufgrund seiner Größe vor Ort zerlegt und in Einzelteilen herausgetragen werden.

Mit FanGrids werden eine gleichmäßige Luftströmung und ein redundanter Betrieb möglich.

Erhöhte Betriebssicherheit durch redundantes System

Eingebaut wurden anschließend vier auf Maß vorgefertigte FanGrid Einheiten, zwei je Anlage: je eines für die Zu-, und eines für die Abluft. Bei einem FanGrid werden mehrere Ventilatoren neben- und übereinander angeordnet und parallel betrieben. Das bewirkt eine gleichmäßigere Luftströmung und somit eine effizientere Durchströmung bei Schalldämmkulissen und Wärmeübertragung.

Bei den Anlagen des Flughafens lag der Fokus vor allem auf der erhöhten Betriebssicherheit aufgrund der Redundanz bei gleichzeitiger Energieeinsparung: Sollte ein Ventilator des FanGrid ausfallen, erhöht sich die Drehzahl der übrigen automatisch, sodass die Luftleistung stets konstant bleibt und damit auch die definierte Luftqualität. Der Betrieb mehrerer Ventilatoren in Teillast senkt zudem den Strombedarf der Anlage.

Insgesamt umfasste das Retrofit der beiden Anlagen somit 34 neue Radialventilatoren. Der Einbau erfolgte innerhalb eines Tages und das gesamte Retrofit-Projekt konnte im Spätherbst 2024 durchgeführt werden.

Das Retrofit-Projekt konnte in Tagen abgewickelt werden.

Deutlich weniger Verbrauch

Nach den Berechnungen des Flughafen-Energiemanagements werden durch das Retrofit der zwei Anlagen mit vier FanGrid Einheiten zukünftig etwa 252 000 kWh pro Jahr eingespart. Bei einem angenommenen Energiepreis von 19 Cent pro kWh brutto entspricht dies einer jährlichen Kosteneinsparung von ca.  50 000 Euro. So amortisiert sich die Investition innerhalb von dreieinhalb Jahren.

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