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BFS Kälte-Klima-Technik

„Cool Training“: Techniker als Motor der Klimawende

BFS-Dozent Reiner Mayers stand den Teilnehmerinnen und Teilnehmern stets mit fachlichem Rat zur Seite.

GIZ

BFS-Dozent Reiner Mayers stand den Teilnehmerinnen und Teilnehmern stets mit fachlichem Rat zur Seite.

Elf Fachkräfte aus sieben Ländern absolvierten an der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik in Maintal ein intensives Training zum sicheren Umgang mit natürlichen Kältemitteln. Sie werden das erworbene Wissen in ihren Heimatländern weitergeben, um Klimaschutz und Energieeffizienz zu fördern.

Im Juli 2026 haben elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Uganda, Tansania, Bangladesch, Botswana, Panama, Ecuador und Usbekistan an einem internationalen „Cool Training“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) an der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik (BFS) in Maintal teilgenommen. Die Gruppe bestand aus sieben GIZ-Mitarbeitenden sowie vier Ingenieurinnen und Ingenieuren des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP).

Von der Fügetechnik bis zur Leckagevermeidung

Ziel der Schulung, die von dem erfahrenen BFS-Dozenten Reiner Mayers durchgeführt wurde, war es, den sicheren Einsatz natürlicher Kältemittel zu fördern und die Teilnehmenden zu befähigen, ihr Wissen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in ihren Heimatländern weiterzugeben. Damit leistet das „Cool Training“-Programm einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Energieeffizienz von Kälte- und Klimaanlagen.

Das Training kombinierte theoretische Inhalte mit umfangreichen Praxisübungen. Behandelt wurden u. a. Fügetechniken, moderne Verfahren zur Lecksuche und sichere Arbeitsstrategien beim Einsatz von Propan; ergänzt wurde das Programm durch praktische Demonstrationen an Kälteanlagen mit CO2 und Propan. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Vermeidung von Leckagen und Zündquellen sowie auf sicheren Arbeitsabläufen bei Bau und Wartung entsprechender Anlagen.

Techniker als Schlüsselakteure der Klimawende

Welchen Stellenwert die Schulung für die internationale Klimapolitik hat, zeigt das Beispiel Bangladeschs. Dort begleitet GIZ Proklima derzeit den Umstieg auf das natürliche Kältemittel R290 in der Raumklimatisierung. Parallel entsteht ein nationales Ausbildungsprogramm für rund 250 Servicetechnikerinnen und Servicetechniker. „Der Techniker steht nicht am Ende dieses Wandels. Der Techniker ist der Motor dieses Wandels“, betonte Faisal Khan, Berater bei GIZ Proklima in Bangladesch, der an der BFS-Schulung teilnahm.

Seit dem Start des „Cool Training“-Programms im Jahr 2014 wurden bereits Hunderte Fachkräfte aus rund 70 Ländern geschult und zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für nachhaltige Kälte- und Klimatechnik ausgebildet.
Quelle: BFS / ml