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Politik

Cem Özdemir bei Ziehl-Abegg: Kli­ma­schutz und Wett­be­werb

Ministerpräsident Cem Özdemir (Vordergrund) macht sich ein Bild von den bionisch optimierten Ventilatorschaufeln; im Hintergrund (von rechts) Vorstandsvorsitzender Joachim Ley, Finanzvorstand Marco Altherr und Technikvorstand Wolfgang Mayer. 

Ziehl-Abegg / Ufuk Arslan

Ministerpräsident Cem Özdemir (Vordergrund) macht sich ein Bild von den bionisch optimierten Ventilatorschaufeln; im Hintergrund (von rechts) Vorstandsvorsitzender Joachim Ley, Finanzvorstand Marco Altherr und Technikvorstand Wolfgang Mayer. 

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir besuchte Ziehl-Abegg in Künzelsau. Der Besuch diente dem Austausch darüber, wie Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg miteinander einhergehen können. Schwerpunkte der Gespräche waren Energieeffizienz, Innovationen und die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland.

Özdemir, seit Mai 2026 Ministerpräsident des Landes, tauschte sich mit den Vorständen Joachim Ley, Wolfgang Mayer und Marco Altherr sowie dem Betriebsratsvorsitzenden Rinor Imeri aus. Dabei ging es um die Herausforderungen der Industrie und die Potenziale energieeffizienter Technologien.

Einblicke in moderne Technik

Während eines Rundgangs erhielten der Ministerpräsident und seine Begleiter Einblicke in das Entwicklungszentrum InVent und die Produktion. Dort wurden moderne Ventilatoren, Elektromotoren und Antriebssysteme vorgestellt. Spezifische Lösungen für Rechenzentren, Wärmepumpen und energieeffiziente Gebäude standen im Vordergrund. Ein Höhepunkt war die Besichtigung der weltweit größten kombinierten Messkammer für Ventilatoren.

Ministerpräsident Özdemir betonte, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg sich nicht ausschließen. Er sprach von „Schwarzen Zahlen mit grünen Ideen“ und hob hervor, dass Energieeffizienz und erneuerbare Energien "gscheit" seien, da sie Energie und Geld sparen.

Ley, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg, erläuterte die Strategie des Unternehmens, Wettbewerbsfähigkeit durch konsequente Innovationen zu sichern. Der Qualitätsvorsprung bei Effizienz und Geräusch gleicht günstigere Preise asiatischer Wettbewerber aus.

Laborleiter Achim Kärcher (links) erklärt den Aufbau der weltgrößten kombinierten Messkammer für Ventilatoren; Zuhörer sind Ministerpräsident Cem Özdemir (von rechts), Vorstandsvorsitzender Joachim Ley und Betriebsratsvorsitzender Rinor Imeri.  

Ziehl-Abegg / Ufuk Arslan

Laborleiter Achim Kärcher (links) erklärt den Aufbau der weltgrößten kombinierten Messkammer für Ventilatoren; Zuhörer sind Ministerpräsident Cem Özdemir (von rechts), Vorstandsvorsitzender Joachim Ley und Betriebsratsvorsitzender Rinor Imeri.  

Forderungen an die Politik

Özdemir unterstrich die Bedeutung des direkten Austauschs mit Unternehmen für politische Entscheidungen. Er nahm die Botschaft aus den Gesprächen mit, dass Bürokratieabbau und schnelle Genehmigungsverfahren entscheidende Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland sind. Der Ministerpräsidenten resümierte, dass hier „keine ,Bruddler‘, sondern Anpacker vor Ort“ seien.

Der Besuch verdeutlichte die zentrale Rolle energieeffizienter Technologien für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftlichen Erfolg. Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Baden-Württemberg sind Innovationen, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen maßgeblich. ■
Quelle: Ziehl-Abegg / fl