Dierk Ahrends von MRU (links) erklärt dem ollen Rehfeld die Montec 160
Die Montec-Reihe von MRU bietet digitale Monteurhilfen für unterschiedlichste Anwendungen in der Kälte- und Klimatechnik – von Standard-Klimaanlagen über Propan-Systeme bis hin zu CO2-Kälteanlagen. Produktmanager Dierk Ahrends stellt im Showroom des Unternehmens in Neckarsulm das aktuelle Ökosystem vor und zeigt im Detail die Montec 160 für Hochdruckanwendungen.
KälteKlub: Dierk, ihr habt mit der Montec ein ganzes Ökosystem an digitalen Monteurhilfen aufgebaut. Kannst du uns einen Überblick geben, was es da alles gibt?
Dierk Ahrends: Genau, wir haben ein ganzes Ökosystem im Bereich Montec. Da gibt es zunächst unsere Montec Standard – eine Monteurhilfe für den ganz normalen Klimabereich bis 50 Bar. Dann haben wir die Montec Ex, die speziell für Anwendungen im Bereich Propan, also R290-Kältemittel, entwickelt wurde. Die ist exklusiv von einem externen Büro für A3-Kältemittel, also brennbare Kältemittel, zugelassen worden. Und schließlich gibt es die Montec 160 für CO2-Kältemittelanlagen. Die habe ich heute auch dabei.
KälteKlub: CO2-Anlagen arbeiten ja mit ganz anderen Drücken. Was macht die Montec 160 so besonders für diesen Einsatzbereich?
Dierk Ahrends: Das Gerät ist komplett druckfest bis 160 Bar ausgelegt – das ist natürlich die Grundvoraussetzung, um im CO2-Bereich sicher arbeiten zu können. Trotz dieser Hochdruck-Auslegung haben wir großen Wert auf eine extrem einfache Menüführung gelegt. Man macht das Gerät an und kann im Prinzip sofort losmessen. Die Anzeige ist sehr klar aufgebaut – die Hoch- und Niederdruckseite sind in blau und rot geteilt, also kalt und warm. Das ist intuitiv und man sieht auf einen Blick, wo man steht.
KälteKlub: Was bietet das Gerät über die reine Druckmessung hinaus an Funktionen?
Dierk Ahrends: Da steckt einiges drin. Wir haben eine Evakuierungsfunktion, eine Dichtheitsprüfung, einen integrierten Datenspeicher und hinterlegte Kältemittelinfos. Besonders praktisch: Wir haben unseren Vakuum-Sensor schon intern eingebaut. Man muss also nicht unbedingt einen externen Sensor anschließen, um das Vakuum zu überwachen. Das spart im Alltag Zeit und man hat ein Gerät weniger auf der Baustelle.
„Man macht das Gerät an und kann im Prinzip sofort losmessen.“
KälteKlub:Stichwort externe Sensoren – das Gerät kann aber trotzdem drahtlos kommunizieren?
Dierk Ahrends: Absolut. Wir können unsere drahtlosen Geräte anbinden und darüber kontaktieren. Damit lässt sich externe Temperaturmessung machen, zusätzliche Druckmessung und auch externes Vakuum messen. Wer also noch genauer arbeiten will oder zusätzliche Messpunkte braucht, kann das System flexibel erweitern. Und dazu kommt unsere App – die heißt Montec. Die haben wir ebenfalls selbst programmiert. Darüber lassen sich die Messdaten auslesen und verwalten.
KälteKlub: Was mich beeindruckt: Das Gerät hat ordentlich Gewicht und ist komplett hier in Neckarsulm entwickelt worden. Das ist ja nicht selbstverständlich.
Dierk Ahrends: Das ist tatsächlich das Besondere bei MRU. Wir machen wirklich alles selbst – von der Software über die Leiterplatte bis hin zur kompletten Hardware. Alles wird hier an unseren CAD-Tischen designt. Die App-Programmierung läuft ebenfalls bei uns im Haus. Das ist unser Know-how als Firma, dass wir die gesamte Entwicklung und Produktion hier am Standort Neckarsulm abbilden können. Alles Made in Germany.
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