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Abwärme aus Biomasse-BHKW mit Wärmepumpen für Fernwärme nutzen

Saubere Wärme in Tallinn

Das System unterstützt das Ziel der estnischen Stadt, bis 2050 CO₂-neutral zu werden, indem es Abwärme aus der Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplung zurückgewinnt, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu senken, CO₂-Emissionen zu reduzieren und 8000 Haushalte und Unternehmen zuverlässig mit Wärme zu versorgen.

Fernwärmeversorgung: Bezahlbar und umweltfreundlich

Da 60 Prozent der Gebäude in Estland mit Fernwärme versorgt werden, ist eine zuverlässige, erschwingliche und umweltfreundliche Wärmeversorgung von entscheidender Bedeutung. „Wir versorgen 400 000 Menschen, etwa ein Drittel der Bevölkerung, mit Wärme“, betont Robert Kitt, CEO von Utilitas Tallinn. „Unsere Herausforderung besteht darin, die Versorgung in kalten Wintern sicherzustellen, die Preise stabil zu halten und die Umweltbelastung zu verringern.“ „Außerdem haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 CO₂-neutral zu werden“.

Der Energiekomplex Väo ist ein wichtiger Schritt in Richtung dieses Ziels. Er nutzt Biomasse in effizienten KWK-Anlagen, Sonnenenergie, Abwärme aus der Produktion von grünem Wasserstoff und Wärmepumpentechnik von GEA, um Effizienz und Nachhaltigkeit zu verbessern.

Wir wollen bis 2030 CO2-neutral werden.

Ammoniak-Wärmepumpen als Herzstück

Die vier Wärmepumpen von GEA sind eine wesentliche Ergänzung des Biomasse-BHKW-Systems. Das System umfasst drei GEA Grasso LT-Schraubenverdichter (Modell XB) und den 70-bar-Schraubenverdichter GEA Grasso L XHP. „Diese Wärmepumpen bewirken durch eine dynamische Temperaturregelung für passende Leistungen: 65 °C im Sommer, 85 °C im Winter und bei Bedarf bis zu 95 °C.

Mit der Wärmepumpe GEA Grasso L XHP ist eine hohe Temperaturleistung und Effizienz erreichbar, die große Dekarbonisierungsprojekte wie das in Tallinn möglich machen. Die Effizienz und Kapazität bei hohem Druck machen sie zur geeigneten Lösung für das Ziel von Utilitas, ein saubereres und effizienteres Fernwärmenetz zu schaffen.

„Mit den zweistufigen Rauchgaskondensatoren machen wir das Blockheizkraftwerk noch effizienter“, erklärt Indrek Sang, Projektteamleiter bei Utilitas Tallinn. „Wir nehmen die überschüssige Niedertemperaturwärme von bis zu 35 °C auf und nutzen die Wärmepumpen, um sie für das Fernwärmenetz auf stabile 82 °C zu erhöhen.“ Dieser Prozess verbessert die Energierückgewinnung, reduziert die Abhängigkeit von Reservekesseln, senkt die Emissionen und senkt gleichzeitig den Ressourcenverbrauch.

Mehr Nachhaltigkeit

Das natürliche Kältemittel Ammoniak verbessert die Nachhaltigkeit der GEA-Wärmepumpen zusätzlich. Ammoniak ist seit über 150 Jahren ein sicheres und effektives Kältemittel. Seine thermodynamischen Eigenschaften und seine lange Lebensdauer machen es zu einer langfristigen Lösung, die den sich weiterentwickelnden Kältemittelvorschriften entspricht.

Wir haben einen COP-Wert von mehr als vier erreicht.

Ökologische und wirtschaftliche Vorteile nachgewiesen

Seit ihrer Installation im Jahr 2023 haben die GEA-Wärmepumpen deutliche ökologische und wirtschaftliche Vorteile gezeigt. „In der ersten Heizperiode haben wir rund 80 000 MWh Heizenergie erzeugt“, sagt Sang. „Wegen der Wärmepumpen verbrauchen wir weniger Erdgas und reduzieren die CO₂-Emissionen um 20 000 t pro Jahr.“ Neben der Emissionsreduzierung sind auch die Effizienzgewinne bemerkenswert. „Wir haben einen Leistungskoeffizienten (COP) von mehr als vier erreicht“, so Sang.

Fazit

Das Beispiel in Tallinn ist Teil von mehr als 50 von GEA unterstützten Fernwärmeprojekten in Europa und Nordamerika. Von Meerwasserwärme in Kopenhagen über Grubenwasser in Gateshead bis hin zu Abwärme aus der Londoner U-Bahn – die Wärmepumpenlösungen sind Wegbereiter für die Dekarbonisierungsbemühungen von Städten weltweit.

Der Übergang zu einer ressourceneffizienten Energieversorgung beginnt in den Städten. Angesichts wachsender Stadtbevölkerungen und steigender Energiebedarfe stehen Projekte wie Väo für die Zukunft der Fernwärme. ■

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