Der Kälte Philipp Weber installiert gleich das Außengerät.
Es ist schon manchmal etwas eng, wenn mehrere Gewerke zur selben Zeit am Arbeiten sind. So, wie in den neuen Räumlichkeiten der Stuttgarter Immobilienverwaltung COPRO, die ihr Büro in der Silberburgstraße in Stuttgart bezogen hat. Allerdings etwas zu früh, denn eigentlich war noch nichts fertig. Außer der Immo-Mitarbeiter Marc selbst, der seine Arbeit nicht ganz in gewohnter Ruhe machen konnte.
Der Maler, der Heizungsbauer, der Elektriker und der SHK-Fachbetrieb Siegfried Eisenhard aus Stuttgart teilen sich Anfang Januar 2026 die 75 m² der Immobilienverwaltung zusammen mit dem armen Immo-Angestellten Marc auf. Marc versucht, am Rechner zu arbeiten und sich auf ein Telefonat vorzubereiten. Gar nicht einfach bei „laufendem Betrieb“, denn es ist lauter als sonst und es ist eben auch noch eine Baustelle. Sein Schreibtisch und ein paar Schränke stehen schon drin. Eine wohlige Raumtemperatur wird visuell dargestellt, denn immerhin stehen die Heizköper schon an ihrem Platz. Sie müssen nur noch montiert und angeschlossen werden. Andere Baustelle. Ich treffe mich mit dem Kälten Philipp Weber und seinem Auszubildenden Fettah Demier von Eisenhard dort. Heute verbauen die beiden die Klimatisierung.
Aus Ausstellungsfläche wird Büroraum
Wir sind im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses mit elf Wohneinheiten sowie zwei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Ein Friseur und ein Blumenladen. Im 1. OG war früher eine Ausstellungsfläche des darunterliegenden Blumenladens. Einige Wochen zuvor wurde die Treppe zwischen den Geschossen entfernt und der Boden zu gemacht. Dann wurden ein paar neue Wände gesetzt und es entstanden 75 m² neue Bürofläche. „Es hat sich für uns als effektiver gestaltet, von der Marienstraße in die Silberburgstraße zu ziehen“, sagt Marc, der sich immer noch auf ein Telefonat vorbereiten will. Ich frage nicht weiter nach und lasse ihn in Ruhe. Und ich mache Platz für den Elektriker, während ich dem Maler im Weg bin. Ganz schon eng hier. Auch Philipp und Fettah laufen auf Hochtouren. Nachdem sie zwei Mal umparken mussten, haben sie endlich einen Parkplatz gefunden, laden ab und tragen hoch. „Es ist manchmal ganz schön zum heulen, wenn man in Innenstädten mit dem vollgepacktem Wagen nicht in der Nähe des Objekts parken kann. Da geht einiges an Zeit drauf“, sagt Philipp, der irgendwie immer ein Grinsen im Gesicht hat.
Die 75 m² der Immobilienverwaltung teilen sich auf in ein großes Gemeinschaftsbüro, einen Besprechungsraum (dort wurde der Boden zugemacht), einer Küche und einem Sanitärraum. Das Büro und der Besprechungsraum sollen nun klimatisiert werden. Der Fachbetrieb Eisenhard hat den Auftrag angenommen und installiert eine Mitsubishi Heavy Industries Multisplit, die mit dem Kältemittel R32 ihre Arbeit aufnehmen soll. Und das möglichst flott, denn es ist etwas frisch im neuen Büro. Die Kältemittelleitungen, Kondensatschläuche und elektrische Leitungen sind bereits unter Putz vorbereitet. Es geht jetzt daher um die Installation und Inbetriebnahme der Anlage selbst. In den Besprechungsraum kommt ein Innengerät SRK20ZS-WF mit 2,0 kW, der große Büroraum wird mit einem SRK35ZS-WF mit 3,5 kW klimatisiert. Philipp und Fettah packen die Innengeräte aus und fangen an, die Montageplatten zu setzen. Wasserwaage raus, bohren, schrauben, fertig. Die Installation eines Innengeräts dauert nicht so lange. Es sei denn, man steht dem Maler ständig im Weg.
Da ist immer etwas, mit dem man nicht gerechnet hat
Als Außengerät steht eine SCM40ZS-W mit 4 kW zur Verfügung. Das Gerät muss durch das Fenster der engen Küche auf das Flachdach. Eigentlich kein Problem. Nur das „Eiserne Gitter“, ein offensichtlicher Einbruchschutz, macht den beiden das Leben noch etwas schwer, denn es wehrt sich. Man soll es zur Seite hin aufschieben können, wenn es denn mitmachen würde. Es vergeht etwas Zeit, bis das Gitter nachgibt und Platz für das Durchschieben des Außengeräts macht. Wir merken (immer wieder), dass auf jeder Baustelle immer irgendetwas ist, mit dem man nicht gerechnet hat und das einen überrascht. Wer von Ihnen, liebe Leser, kennt das nicht? Und immer sind es Kleinigkeiten, die einem Kälten das Leben temporär schwer machen. Nun ja, das Außengerät hat schlussendlich seinen Platz gefunden. Die Installation läuft reibungslos, die Inbetriebnahme ist unproblematisch. Auch das Werkzeug ist noch komplett. Etwas Papierkram und einiges an Aufräumarbeiten, ein kleines Gespräch mit Marc und das war es auch schon. Die Anlage schnurrt und allen wird es langsam warm. Und das sogar, während die Heizkörper immer noch neben den Anschlussrohr stehen und auf ihren Einsatz warten.DR
Bild: KältenKlub
Das Fenstergitter hat nachgegeben. Philip Weber (links) und der Azubi Fettah Demier können die Außeneinheit endlich auf das Flachdach bringen.
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