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Über Irrtum und Mut

In diesem Heft beleuchten wir aus verschiedenen Richtungen das Thema Ausbildung. In unserem TopThema holen wir weiter aus und beschreiben das Leid des Handwerks unter dem gesellschaftlichen Bildungsirrtum. Immerhin: Nach Angaben des ZDH befanden sich im Jahr 2024 etwa 342.092 junge Menschen in einer handwerklichen Ausbildung. Das entspricht ca. 28 Prozent aller Auszubildenden in Deutschland. Im Vergleich dazu erreicht die Zahl aller Studierenden im Wintersemester 2024/25 mit insgesamt etwa 2.871.600 einen neuen Höchststand. In Deutschland studiert damit in etwa jeder 30ste Bundesbürger und es gibt ungefähr achtmal so viel Hochschulbesucher als Azubis im Handwerk. Viele Eltern sind überzeugt, dass ihre Kinder ohne Abitur auf dem Arbeitsmarkt – und damit im Leben – kaum Chancen haben. Privater und beruflicher Erfolg scheint demnach erst mit der Hochschulreife und einem anschließenden Studium möglich.

Wir brauchen nicht nur mehr Frauen im Handwerk, wir brauchen auch mehr gute Auszubildende

Dem ein wenig entgegenwirken können die Förderprogramme Erasmus+ und „AusbildungWeltweit“, über die wir in einem weiteren Beitrag sprechen. Das EU-Programm Erasmus+ z.B. eröffnet Auszubildenden die Möglichkeit, ein Praktikum im Ausland zu absolvieren und den Betrieben die Chance, junge Fachkräfte aus anderen Ländern willkommen zu heißen. Und eventuell auch zu halten. Wir zeigen als Beispiel den Weg von Victor aus Spanien, der bei Delta T angefangen hat.

In einem weiteren Beitrag haben wir die Berufsschulen gefragt, wie sie die aktuelle Situation in der Ausbildung erleben. Wir haben alle Antworten analysiert und stellen fest: Es läuft etwas gewaltig schief in unserem Lande, denn wir haben zwar mehr Azubis - aber immer häufiger haben die weniger Lust und Vorbildung. Und so ist es ohne nennenswerte Unterschiede in ganz Deutschland.

Es geht jedoch auch anders. Wir berichten im vierten Beitrag u.a. über den Mut, nach vielen Jahren noch einen neuen Weg zu gehen. Denn: „Keine Lust mehr auf den alten Job. Ich möchte anpacken und mache mir die Hände gerne dreckig“, sagt Julia Traut, die nach der ersten Ausbildung zur Gärtnerin und zehn Jahren Berufserfahrung jetzt bei Jasny ihre zweite Ausbildung zur Mechatronikerin für Kältetechnik begonnen hat. Manchmal sieht man den richtigen Weg erst nach vielen Jahren.

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