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Umbau einer Kirche in Herzogenrath

Außergewöhnliches Wohnkonzept

Vor dem Umbau wurde das Objekt über einen konventionellen Ölkessel mit 67 kW Leistung beheizt, unterstützt von rund 26 Heizkörpern, die im Zuge der Sanierung demontiert und entsorgt wurden. An ihre Stelle trat eine aufeinander abgestimmte Systemlösung aus elektrisch betriebenen Daikin Wärmepumpen. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren Effizienz und Förderfähigkeit sowie eine integrierte Lösung für Heizen, Kühlen und Warmwasser. „Bei der Planung waren für uns energieeffiziente Anlagen und die Integration in ein Smart-Home-System zentral“, erklärt Robin Ratajczak. Die zentrale Steuerung erfolgt über die Daikin Onecta App.

Ratajczak ist Inhaber des Kälte-Klima-Lufttechnik-Betriebs RSTREAM CLIMATE und setzt vergleichbare Systeme regelmäßig im Projektgeschäft um: „Für unseren eigenen Wohnraum wollte ich die Technik einsetzen, die ich auch bei meinen Kunden verbaue. Seit Beginn meiner Selbstständigkeit arbeite ich überwiegend mit Daikin – deshalb war die Entscheidung naheliegend.“

Abgestimmte Technik statt Einzellösungen

Alle eingesetzten Komponenten folgen dem sogenannten Total Solutions Ansatz von Daikin. Dabei werden Wärmeerzeugung, Raumklimatisierung und Warmwasserbereitung nicht als Einzelgewerke betrachtet, sondern als ein aufeinander abgestimmtes System geplant. Das reduziert Schnittstellen, vereinfacht Planung und Betrieb und erhöht die Betriebssicherheit. Gerade bei dem Kirchengebäude mit seinen besonderen architektonischen Anforderungen erweist sich dieser Ansatz als Vorteil. Eine Herausforderung stellte der zentrale Wohnbereich im ehemaligen Kirchenschiff dar. Die weitläufige Grundfläche von 103 m² und die Deckenhöhe von rund sieben Metern machten es notwendig, die Heiztechnik auf die besonderen Dimensionen anzupassen.

Insgesamt liegt der jährliche Stromverbrauch des Gebäudes bei etwa 10.000 kWh.

Die Grundlast der Beheizung übernimmt eine Fußbodenheizung, versorgt durch eine Daikin Altherma 3 H HT Luft-Wasser-Wärmepumpe. Zur Abdeckung von Lastspitzen wird das System durch eine VRV-Anlage ergänzt. „Allein mit der Fußbodenheizung hätten wir den Leistungsbedarf an sehr kalten Tagen nicht vollständig abdecken können. Die VRV-Anlage schließt diese Lücke zuverlässig und kann im Sommer zusätzlich kühlen“, erklärt Robin Ratajczak. Das VRV-System liefert selbst bei Außentemperaturen von minus zehn Grad noch rund 18 kW Heizleistung und sorgt so für eine ganzjährig stabile Raumtemperatur.

Individuelle Raumklimatisierung mit Multisplit-System

Während das VRV-System und die Daikin Altherma 3 H HT-Wärmepumpe die Versorgung des großen Kirchenschiffs übernehmen, sorgt das Multisplit-System (ein Außengerät mit vier Innengeräten) für die individuelle Regelung der einzelnen Räume. Die vier unterschiedlichen Innengeräte des Systems bieten dabei ein hohes Maß an Flexibilität und lassen sich optimal an Nutzung und Raumgestaltung anpassen. So kommt das Stylish Wandgerät mit seinem eleganten Design im Flur und im Schlafzimmer zum Einsatz. Im Gästezimmer sorgt das Perfera Wandgerät für ein angenehmes Raumklima, während im Büro die Daikin Emura installiert ist. Alle Systeme sind sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen ausgelegt und gewährleisten ganzjährig hohen Komfort.

In den Bädern und der Waschküche ergänzen Daikin Altherma HPC Konvektoren das Heizkonzept. Im Gästebad, im Schlafzimmerbad sowie in der Waschküche ist jeweils ein Konvektor installiert. Das große Bad wird über eine Fußbodenheizung beheizt. Die Altherma HPC Konvektoren sind wassergeführte Gebläsekonvektoren für den Niedertemperaturbetrieb mit Wärmepumpen und werden über die Daikin Altherma 3 Anlage versorgt. Durch aktive Luftumwälzung sorgen sie für eine schnelle und gleichmäßige Wärmeverteilung und ersetzen herkömmliche Heizkörper.

Warmwasserbereitung

Für die Trinkwarmwasserbereitung ist eine Daikin Altherma M HW mit 260 Litern Speichervolumen installiert. Sie nutzt effizient die vorhandene Umgebungswärme und stellt Warmwasser mit Temperaturen von bis zu 62 °C sicher – auch bei niedrigen Umgebungstemperaturen bis −7 °C.

Die konsequente Trennung von Raumwärme und Warmwasserbereitung ermöglicht eine bedarfsgerechte und wirtschaftliche Auslegung der gesamten Heizungsanlage. Beide Systeme können unabhängig voneinander optimal dimensioniert und betrieben werden.

Eine Herausforderung stellte der zentrale Wohnbereich im ehemaligen Kirchenschiff dar.

Eigenstromnutzung durch Photovoltaik

Ergänzt wird das Gesamtkonzept durch eine Photovoltaikanlage mit 12 kWp Leistung und einen Stromspeicher mit 20 kWh Kapazität. In den Monaten ohne Heizbedarf kann das Gebäude seinen gesamten Strombedarf durch die eigene Solarenergie decken. Während der Heizperiode, wenn der Energiebedarf höher ist, wird zusätzlich Strom aus dem Netz bezogen. Insgesamt liegt der jährliche Stromverbrauch des Gebäudes bei etwa 10.000 kWh, was dem Energiebedarf eines durchschnittlichen Haushalts entspricht. Der Heizwärmebedarf des Gebäudes ist besonders effizient: Mit der Unterstützung der Photovoltaikanlage beträgt er nur 37  Wh/m²a. Ohne die Eigenstromnutzung würde der Bedarf bei etwa 55 kWh/m²a liegen.

Frühzeitige Planung als Schlüssel zum Erfolg

Die technische Gebäudeausrüstung wurde von Beginn an in die Planung des Umbaus integriert. Bereits in der Auslegungsphase unterstützte Daikin bei der Dimensionierung der Systeme. Die enge Abstimmung zwischen Hersteller und Anlagenbauer stellte sicher, dass die Technik optimal auf die besonderen baulichen Gegebenheiten des ehemaligen Kirchengebäudes abgestimmt wurde.

Fazit:

Der Umbau zeigt, dass sich auch außergewöhnliche Bestandsgebäude mit moderner Wärmepumpentechnik effizient und zukunftssicher ausstatten lassen. „Die Systeme laufen stabil und das Zusammenspiel funktioniert wie geplant“, schließt Robin Ratajczak

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