Johnson Controls
Auf der Chillventa präsentiert Johnson Controls in Halle 4, Stand 4-131 Technologien für Wärmemanagement und Digitalisierung industrieller Anlagen. Im Fokus stehen Hochtemperatur-Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln und digitale Plattformen zur Effizienzsteigerung.
Im Mittelpunkt steht die Hochtemperatur-Wärmepumpe Sabroe HitemHP, die Vorlauftemperaturen bis 122 °C für Prozesswärme bereitstellt. Sie arbeitet mit natürlichen Kältemitteln und erreicht eine bis zu dreifach höhere Energieeffizienz im Vergleich zu Elektroheizkesseln. Ein Praxisbeispiel zeigt eine Senkung der Energiekosten um über 91 %, der jährlichen Wasserkosten um bis zu 30 % und der CO2-Emissionen vor Ort um bis zu 82 % in Kombination mit der Abwärme einer Kälteanlage.
Weitere Wärmepumpen, die per 3D-Modell vorgestellt wurden, sind die Sabroe HicaHP, die Warmwasser bis 95 °C und Leistungen bis 25 MW liefert, sowie die Sabroe DualPAC mit Heizleistungszahlen (COP) bis 4,9. Für die Auslegung dieser Sabroe-Systeme steht das Planungstool Comp2 zur Verfügung.
Reversible Wärmepumpen und kombinierte Systeme
Ebenfalls gezeigt wird die reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe York YMAE-P. Diese verwendet das Kältemittel R290 (Propan) und erreicht Warmwassertemperaturen bis 80 °C. Sie ist sowohl für Neuinstallationen als auch für den Kesseltausch konzipiert. Die York CYK ermöglicht gleichzeitiges Heizen und Kühlen und reduziert die Betriebs- und Wasserkosten um 25 bis 30 % gegenüber Kessel-Kältemaschinen-Kombinationen. Eine Absorptionskältemaschine Mod B nutzt Wasser als Kältemittel und weist einen GWP von null auf.
Digitale Lösungen zur Anlagenoptimierung
Im Bereich Software und Digitalisierung stellt Johnson Controls die KI-gestützte Plattform OpenBlue vor, die das Modul Industrial Refrigeration & Heating sowie OpenBlue Intelligence integriert. Die Connected Chillers Platform wertet Betriebsdaten thermischer Anlagen aus und soll den Energieverbrauch um bis zu 17 % senken. Ergänzt werden diese Systeme durch die Steuerungsreihe EasyIO Neo mit offener Architektur und Penn-Kältesteuerungen. ■
Quelle: Johnson Controls / fl