Hartmann Schmidt Fotografi
Die Produktionsfläche wurde um 2300 m² vergrößert, um die Fertigungskapazität für industrielle Großwärmepumpen zu verdoppeln. Zusätzlich wurde ein 1800 m² großes Testzentrum errichtet. Dieses entspricht den Prüfnormen der European Heat Pump Association gemäß EN 14511 und ermöglicht Tests unter verschiedenen Bedingungen. Die Erweiterung dient der Entwicklung, Produktion und Prüfung von Wärmepumpen für den Einsatz in der Fernwärme, der öffentlichen Infrastruktur und in industriellen Anwendungen. Durch das Projekt sollen über 100 Arbeitsplätze entstehen. Der Standort wird vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben.
Fokus auf Dekarbonisierung und Abwärmenutzung
Die Erweiterung reagiert auf die steigende Nachfrage nach Lösungen zur Elektrifizierung der Wärmeversorgung in Kommunen und energieintensiven Industrien. Großwärmepumpen ermöglichen die Nutzung von natürlichen Wärmequellen und Abwärme aus Quellen wie Abwasser, Meerwasser, Geothermie oder industriellen Prozessen.
Am Standort Holme werden kundenspezifische Wärmepumpen und Kältemaschinen der Marke Sabroe gefertigt. Die Anlagen verwenden Kältemittel mit sehr niedrigem Treibhauspotenzial (GWP) und entsprechen damit den kommenden EU-Vorschriften, die 2027 und 2030 in Kraft treten.
Referenzprojekte in Europa
Der Standort bei Aarhus wurde 1897 von Thomas Sabroe gegründet. Johnson Controls hat bereits industrielle Großwärmepumpen an Kunden wie BEW in Berlin, EnBW in Stuttgart sowie an das Universitätsklinikum Aalborg in Dänemark geliefert. Weitere Projekte in Hamburg, Neustadt in Holstein, Flensburg und Zürich sollen in den kommenden Jahren in Betrieb genommen werden.
(OB)