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Einblicke bei Fieldpiece

Von der Garage zum europäischen Marktführer?

Unsere Tour durch die Räumlichkeiten von Fieldpiece beginnt im Marketingbüro. Nach einem Blick in den Konferenzraum geht es weiter vorbei an einer voll Küche und weiteren Büros und Besprechungsräumen. Die Tour endet in der Abteilung für Kundendienst und Vertriebsinnendienst. Hier arbeitet Jens Wichmann, Gebietsverkaufsleiter für Deutschland, Österreich und die Schweiz, der uns mehr über die Geschichte von Fieldpiece erzählen wird.

KältenKlub: Jens, wenn wir schon hier in den Niederlanden sind, wollen wir natürlich auch wissen, wo diese Firma herkommt. Wir wissen gerade nur, dass es kein niederländisches Unternehmen ist. Erzähl doch mal, wie ist Fieldpiece entstanden?

Jens Wichmann: Die Firma kommt ursprünglich aus den USA. Vor 35 Jahren hat unser heutiger Chef tatsächlich in seiner Garage das erste Patent entworfen. Das war eine Stromzange, die speziell auf die Bedürfnisse von Kälteanlagenbauern ausgerichtet war. Er hat damals selbst in dem Metier gearbeitet, viele Produkte auf dem Markt kennengelernt und sich irgendwann hingesetzt und gedacht: „Das geht doch einfacher.“ Dieser Gedanke zieht sich bei uns bis heute durch alle Produktlinien. Damit ging alles los. Es folgten viele andere Produkte, und die Stromzange wurde weiterentwickelt. 2015 kam dann die erste Absaugstation dazu, die wir auf den Markt gebracht haben.

Vor 35 Jahren hat unser heutiger Chef in seiner Garage das erste Patent entworfen.

KältenKlub: Das war aber alles noch in den USA?

Jens Wichmann: Genau, das war alles noch in Nordamerika. 2018 ging es dann über den Teich und die Firma wurde in Großbritannien gegründet. Damit erweiterte sich auch das Portfolio immer mehr, zum Beispiel kam die Vakuumpumpe dazu. 2020 ging es dann in den Niederlanden los mit der Gründung des europäischen Headquarters, wie wir es heute hier in Doetinchem kennen.

KältenKlub: Als Fieldpiece in UK war, war der Verkauf also nur auf die Insel beschränkt, noch nicht in ganz Europa?

Jens Wichmann: Richtig, genau. Als dann das Headquarter hier in den Niederlanden entstand, haben wir gesagt, wir erschließen jetzt ganz Europa. In Deutschland ging es dann vor drei Jahren los. 2022 wurden die ersten Gespräche mit den Großhändlern geführt, man hat die Produkte eingeführt und vorgestellt. Und heute, 2025, sind wir mit 23 Sales Managern in ganz Europa vertreten.

KältenKlub: Und wie sieht das mit der Ware aus? Wird alles aus den USA nach Europa geschickt oder ommt auch von hier?

Jens Wichmann: Wir haben ein Logistikzentrum, das etwa drei Kilometer von diesem Standort entfernt ist. Dort haben wir uns mit unserem gesamten Artikelsortiment eingemietet und halten es immer sehr gut bestückt. Unser Anspruch ist es, innerhalb von 48 Stunden liefern zu können. Das ist für die Kollegen auf der Baustelle extrem wichtig, denn wenn mal etwas kaputtgeht, brauchen sie sofort Ersatz.

KältenKlub: Wie läuft das Prozedere ab, wenn ihr bei einem Großhändler ins Sortiment aufgenommen werden wollt? Ist das eine Art Bewerbungsgespräch?

Jens Wichmann: Ja, beides. Es ist relativ schwierig. Die Großhändler sind heute bestrebt, die Anzahl der Hersteller eher gering zu halten, um den Überblick nicht zu verlieren. Man muss viele Gespräche mit den technischen Verantwortlichen führen und natürlich sein Produkt bewerben. Man spricht über die Technologie und die Prozesse. Bei uns ist es so, dass wir ein paar besondere Features haben, die wir erklären müssen, da sie nicht direkt ersichtlich sind. Nehmen wir zum Beispiel unsere Vakuumpumpe: Sie erscheint erst mal relativ groß. Viele sagen, sie sei ihnen zu groß. Aber wenn man dann erklärt, welche Features sie hat und warum sie so designt wurde, ändert sich die Meinung. Das ist ein sehr intensiver Prozess.

Wir hören auf das, was aus dem Feld kommt. Das ist uns wichtig.

KältenKlub: Wie viele Produkte habt ihr denn ungefähr im Sortiment?

Jens Wichmann: Oh Gott, das ist schwer zu sagen. Ungefähr 12 oder 13 Produkte. Wir sind sehr stark auf das Kältethema fokussiert. Was wir uns auf die Fahne geschrieben haben und was seit 1990 so ist: Wir hören auf das, was aus dem Feld kommt. Das ist uns wichtig.

KältenKlub: Das wäre meine nächste Frage gewesen: Wie kommt ihr überhaupt auf die Idee, ein bestimmtes Produkt zu entwickeln oder zu verändern?

Jens Wichmann: Die ursprüngliche Idee unseres Firmengründers war ja, dass er seine damalige Stromzange für seine Arbeit zu kompliziert fand und sie vereinfachen wollte. Das ist unsere Grundidee geblieben. Wir wollen versuchen, den Kollegen draußen im Feld die Arbeit so einfach wie möglich zu machen und suchen immer nach Innovationen und Ideen, um das umsetzen zu können.

KältenKlub: Jetzt kommt eine typische Personaler-Frage: Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Jens Wichmann: In fünf Jahren wollen wir Marktführer sein.

KältenKlub: Das ist in fünf Jahren geplant? Habt ihr dafür einen Plan?

Jens Wichmann: Ja, den gibt es. Aber den darf ich natürlich nicht verraten.

KältenKlub: Vielen Dank für das Gespräch.

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