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Und sie bewegt sich doch

Bei der Erde wissen wir es inzwischen, bei der Verwaltung und um die geht es hier gibt es nach wie vor Zweifel. Aber zunächst einmal der Reihe nach: Bereits im letzten Jahr hatte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) drei Förderpreise für hocheffiziente Kälte/Klima-Technologien ausgelobt, um zusätzliche Impulse für Klimaschutzmaßnahmen in der Kälte- und Klimatechnik zu geben. Auch in diesem Jahr soll es im Rahmen der Klimaschutzinitiative des BMU einen solchen Wettbewerb geben, bei dem Technologien prämiert werden sollen, die eine erhebliche Steigerung der Energieeffizienz in der Kälte- und Klimatechnik ermöglichen.

Inhaltlich gibt es da kaum Einwände. Gut, es wird wieder etwas einseitig auf den Kältemitteln herumgeritten (allein drei Förderpreise in der Kategorie Hocheffiziente Dampfkälteanlagen mit halogenfreien Kältemitteln), aber ein Anreiz, etwas zu tun, ist es allemal. Interessant ist jedoch die terminliche Gestaltung der Aktion: Am 1. September 2009 erhielt die Redaktion eine erste Vorankündigung, dass es einen solchen Wettbewerb in diesem Jahr wieder geben wird. Am 16. September lag dann endlich der offizielle Ausschreibungstext vor und am 9. November ist bereits Abgabeschluss, also von der offiziellen Ausschreibung bis zum Einsendeschluss gerade mal etwas mehr als sieben Wochen! Im letzten Jahr war es übrigens auch so knapp! Bis es dann noch überall durchgesickert ist, bleibt vielen vielleicht gar keine Möglichkeit mehr, ein Projekt einzureichen. Geht es nun darum, wer am schnellsten seine Bewerbungsunterlagen zusammenstellen kann, oder darum, nachhaltige Anreize zu schaffen?

Nun ist das doch eigentlich eine gute Sache, wenn pfiffige Ideen zur Schonung unserer Umwelt prämiert werden. Motivieren will man doch damit. Nur eben schade, dass die Motivationsphase immer so kurz ist. Alleine von der Ankündigung, dass man wieder Förderpreise ausloben wird, bis zur endgültigen Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen sind mehr als zwei Wochen vergangen! Dauert es so lange, um im Ministerium einen Text von gerade mal einer DIN A4-Seite zu verabschieden? Auf der Homepage des BMU war bis zum Redaktionsschluss übrigens noch nicht einmal ein Hinweis auf den diesjährigen Wettbewerb zu finden. Diese Tatsache muss letztlich jeder selbst bewerten.

Ich finde es schade. Da gibt man einiges an Geld aus und lässt dieser guten Tat nicht ausreichend Zeit im Sinne des Förderziels zu wirken. Die Mühlen der Verwaltung mahlen eben auch für die Umwelt nicht schneller.

Ihr

Matthias Schmitt