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Intelligentes Energiemanagement mit dem MIDEA HEMS

Speicher trifft Wärmepumpe

KältenKlub: Wir sind in der MIDEA Akademie in Eschborn. Neben mir steht Timo Kaufhold, Leiter der Akademie und technischer Manager für den Bereich HVAC. Timo, hinter uns steht ein großes weißes System. Was sehen wir hier eigentlich?

Timo Kaufhold: Das ist ein Energiespeichersystem. Es besteht aus den Batteriemodulen, dem Batteriemanagementsystem und dem Wechselrichter im unteren Bereich.

KältenKlub: Wechselrichter gibt es viele. Was macht dieses System besonders?

Timo Kaufhold: Der entscheidende Unterschied ist das integrierte HEMS, also ein Home Energy Management System. Damit können wir sämtliche MIDEA-Geräte miteinander vernetzen und intelligent steuern.

KältenKlub: Welche Geräte lassen sich integrieren?

Timo Kaufhold: Über Modbus können wir beispielsweise Wärmepumpen anbinden. Zusätzlich lassen sich Klimaanlagen und Wallboxen in das Energiemanagement einbeziehen. So entsteht ein vollständig vernetztes Energiesystem.

Wärmepumpe, Klima und Wallbox vernetzen

KältenKlub: Welchen Vorteil hat das für den Nutzer?

Timo Kaufhold: Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, produziert häufig Überschussstrom. Statt diesen zu niedrigen Vergütungssätzen ins Netz einzuspeisen, kann der Strom direkt im Gebäude genutzt werden.

KältenKlub: Wie funktioniert das konkret?

Timo Kaufhold: Das System kann überschüssige Energie in die thermische Hülle des Gebäudes verschieben. Die Klimaanlage kühlt beispielsweise etwas stärker oder die Wärmepumpe erhöht die Vorlauftemperatur beziehungsweise die Warmwasserbereitung. So wird überschüssiger Solarstrom sinnvoll genutzt.

KältenKlub: Das System arbeitet aber nicht nur mit Solarstrom?

Timo Kaufhold: Richtig. In Verbindung mit dynamischen Stromtarifen kann das HEMS auch Strompreise analysieren und günstige Einkaufszeiten nutzen.

KältenKlub: Was bedeutet das in der Praxis?

Timo Kaufhold: Das System erkennt anhand des Lastprofils, wann Energie besonders günstig verfügbar ist. Wenn beispielsweise nachts die Strompreise niedrig sind, kann das HEMS die Batterien laden oder die Warmwasserbereitung starten, bevor die Preise am Morgen steigen.

KältenKlub: Welche Rolle spielt dabei die künstliche Intelligenz?

Timo Kaufhold: Das System analysiert Verbrauchs- und Lastprofile und optimiert die Energienutzung automatisch. Dadurch wird der Eigenverbrauch erhöht und die Stromkosten können reduziert werden.

Batterien mit integrierter Heizfunktion

KältenKlub: Wie flexibel ist das Speichersystem aufgebaut?

Timo Kaufhold: Das System ist modular und stapelbar. Die Kapazität kann je nach Bedarf erweitert werden.

KältenKlub: Muss der Speicher zwingend im Haus installiert werden?

Timo Kaufhold: Nein. Das System eignet sich auch für Garagen oder geschützte Außenbereiche.

KältenKlub: Und was passiert bei niedrigen Temperaturen?

Timo Kaufhold: Die Batteriemodule verfügen über eine integrierte Heizfunktion. Sinkt die Temperatur unter den optimalen Bereich, wird die Batterie zunächst vorgewärmt. Erst danach beginnt der eigentliche Ladevorgang. So bleibt die Leistungsfähigkeit auch bei niedrigen Außentemperaturen erhalten.

KältenKlub: Zusammengefasst handelt es sich also um deutlich mehr als einen klassischen Batteriespeicher?

Timo Kaufhold: Genau. Es ist ein intelligentes Energiemanagementsystem, das Batteriespeicher, Wärmepumpe, Klimaanlage, Wallbox und Photovoltaik zu einem Gesamtsystem verbindet.

KältenKlub: Vielen Dank für die Vorstellung des Systems.

Timo Kaufhold: Sehr gerne.

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