Kältemittel und ihre Eigenschaften
Antwort 1: R 1234yf, R 32 und auch Ammoniak (R 717) sind brennbar und innerhalb bestimmter Grenzen in Luft explosiv. Weitere brennbare Kältemittel sind z. B. Ethan (R 170), Propan (R 290), Isobutan (R 600a), Ethen (R 1150), Propen (R 1270), Difluorethan (R 152a).
Antwort 2: Ammoniak (R 717) ist giftig. Weitere giftige Kältemittel sind z. B. Schwefeldioxid (SO2), Chlormethan (R 40).
Antwort 3: Ammoniak greift in Anwesenheit von Wasser (und das ist nie ganz auszuschließen) Kupfer (Wicklungen) an, weswegen Ammoniakanlagen mit Stahlrohrleitungen ausgestattet sind.
Antwort 4: Für Ammoniak ist die Nase ein sehr gutes Spürgerät, denn 5 ppm, das sind 0,005 Vol.-% oder 3,5 mg/m³ in Luft, sind bereits durch den Geruchssinn feststellbar. Ein in Salzsäure (HCl) gehaltener Wattebausch verursacht an der Leckstelle starke Nebelbildung, feuchtes rotes Lackmuspapier wird blau.
Antwort 5: Damit sind Kältemittel gemeint, die sich problemlos (ohne Öl- und Komponentenwechsel) als Ersatz für umweltschädliche Kältemittel eignen.
Antwort 6: Unter „Retrofit“-Verfahren versteht man eine schrittweise Umstellung bestehender Anlagen von chlorhaltigen Kältemitteln (FCKW) und herkömmlichen Kältemaschinenölen auf alternative Kältemittel und geeignete Öle, wobei meist Komponenten ausgetauscht werden müssen (E-Ventil, Filtertrockner, Dichtungsmaterialien), z. B. von R 12 auf R 134a, wobei (bei kleineren und mittleren Anlagen) nach sorgfältiger Entleerung (Kältemittel und Öl) zunächst R-134a und Esteröl aufgefüllt werden und nach kurzem Lauf das Schmieröl wieder erneuert, evtl. sogar ein dritter Ölwechsel vorgenommen wird. Die Auswertung vorzeitiger Ölanalysen entscheidet dann über den Zeitpunkt des nächsten Ölwechsels.
Antwort 7: Ein azeotropes Gemisch zweier Kältemittel verhält sich wie ein Reinstoff, d. h., es hat einen Siedepunkt (z. B. R-513A als azeotropes Gemisch von R 134a und R 1234yf). Bei einem zeotropen Gemisch erfolgen Verdampfung und Verflüssigung in einem Temperaturband. Ist das Temperaturband klein, spricht man von einem nahe-azeotropen Gemisch (z. B. R 410A als nahe-azeotropes Gemisch von R 32 und R 125).
Antwort 8: Gasphase und Flüssigkeit haben unterschiedliche Zusammensetzung. In der Flüssigkeit sind die beteiligten Kältemittel im richtigen Verhältnis miteinander gemischt. Befüllen in der Gasphase hätte Konzentrationsverschiebungen und somit andere Kältemitteleigenschaften zur Folge.