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Neue Normen: Anforderungen Kälteanlagen, Wärmepumpen, Leckdetektoren und Energiespeicher, Sorptionsgeräteeffizienz

Worauf es wirklich ankommt

In der DIN EN 14624 wird die Leistung von mobilen Leckdetektoren mit Suchfunkion und von stationären Gasmeldern für alle Kältemittel thematisiert. In der VDI 4657 wird die Planung und Integration von Thermischen Energiespeichern (TES) in Gebäudeenergiesystemen behandelt.

Die Berechnung der saisonalen Effizienzkennzahlen von gasbefeuerten Sorptionsgeräten für Heizung und/oder Kühlung beschreibt die DIN EN 12309 Blatt 6. Die VDI / ÖFR 6022 Blatt 3 unterstützt bei der Beurteilung der Raumluftqualität. Der Qualifizierung von Personal für die Reinigung von RLT-Anlagen und Luftleitungen dient die VDI / ÖFR / SWKI 6022 Blatt 8.1

Anforderungen an Kälteanlagen und Wärmepumpen

In der DIN EN ISO 5149 Blatt 4 vom November 2025, welche die Norm vom Dezember 2019 ersetzt, sind sicherheitstechnische und umweltrelevante Anforderungen an Kälteanlagen und Wärmepumpen zu Betrieb, Instandhaltung, Instandsetzung und die Rückgewinnung, Wiederverwendung und Entsorgung aller Arten von Kältemitteln, Kältemittelöl und Wärmeträgern der Kälteanlage sowie deren Teilen hinterlegt.

Diese Anforderungen haben den Zweck, Verletzungsrisken für Personen sowie Schäden an Eigentum und der Umwelt auf ein Mindestmaß zu verringern, die sich aus dem unsachgemäßen Umgang mit Kältemitteln oder durch Verunreinigungen ergeben, die zu einem Ausfall der Anlage und nachfolgender Kältemittelemissionen führen. Inhaltlich werden behandelt:

  • Begriffe;
  • allgemeine Anforderungen;
  • Instandhaltung und Instandsetzung;
  • Anforderungen an die Rückgewinnung, Wiederverwendung und Entsorgung;
  • Der normative Anhang A behandelt das Ablassen von Öl aus einer Kälteanlage.

    Die informativen Anhänge B bis E beschäftigen sich mit:

  • Empfehlungen für recycelte Kältemittel;
  • Handhabung und Lagerung von Kältemitteln;
  • Betriebsinspektion;
  • Leitfaden für die Instandsetzung von Einrichtungen mit brennbaren Kältemitteln.
  • Was müssen Kältemittel-Leckdetektoren leisten?

    Im Entwurf der DIN EN 14624 in deutscher und englischer Fassung vom November 2025 – er ersetzt die Norm vom August 2020 – wird die Leistung von mobilen Leckdetektoren mit Suchfunkion und von stationären Gasmeldern für alle Kältemittel thematisiert. Inhaltlich werden beschrieben:

  • Begriffe;
  • allgemeine Anforderungen für alle mobilen Leckdetektoren mit Suchfunktion und festen Gasmeldern (informativ);
  • spezifische Anforderungen an mobilen Leckdetektoren mit Suchfunktion;
  • Prüfeinrichtung für mobile Leckdetektoren;
  • Leistungsprüfungen von mobilen Leckdetektoren;
  • Eigenschaften des mobilen Leckdetektors, Angabe der Prüfergebnisse und Anforderungen;
  • Wartung und Instandhaltung - mobile Leckdetektoren mit Suchfunktion – regelmäßige Prüfung und Kalibrierung;
  • Technische Spezifikation und Produktinformation - mobile Leckdetektoren mit Suchfunktion;
  • Spezifische Anforderungen an feste Gasmelder;
  • Prüfeinrichtungen für feste Gasmelder;

    Funktionsprüfungen des Gasmelders;

  • Eigenschaften des festen Gasmelders, Angabe von Prüfergebnissen;
  • Wartung und Instandhaltung - feste Gasmelder;
  • Technische Spezifikation und Produktinformation - feste Gasmelder.
  • Die informativen Anhänge A bis E enthalten Aussagen zu:

  • Umrechnungsfaktoren für die Einheiten der Leckraten;
  • Korrelation zwischen Prüfgaskonzentration und Leckrate;
  • Anwendungsrichtlinien für feste Gasmelder;
  • Umrechnung der Gaskonzentration von kg/m³ in ppm;
  • Selektivität;
  • Querempfindlichkeit und potentielle Verunreinigung.
  • Änderung: die Leistungskriterien für stationäre Gasmelder für Kältemittel aus der EN 378 von 2016 wurden übernommen.

    Anforderungen an Gebäude-Energiespeicher

    In der VDI 4657 Blatt 2 vom Dezember 2025 wird die Planung und Integration von Thermischen Energiespeichern (TES) in Gebäudeenergiesystemen behandelt. Die Richtlinie soll eine Hilfestellung für Hersteller und Planer zur Bemessung von Speichern sensibler und latenter Wärme sein. Darüber hinaus wird die hydraulische Systemeinbindung solcher Energiespeicher (TES) unterschiedlicher Bauart und Nutzungsanforderung in Gebäuden beschrieben.

    Typische Einsatzfälle für TES in der Gebäudetechnik sind:

  • Speicherung von Wärme- / Kälteenergie zur Entkopplung von Erzeugung und Bedarf. Konkret handelt es sich z. B. um die Überbrückung von Pausen beim Bezug oder bei der Abnahme von Energie oder um das Energiemanagement bei der Verwendung mehrerer Wärme- und Kälteerzeuger;
  • Verschiebung von Lasten (Stunden- oder Tageslasten und saisonale Lasten);
  • Energiemanagement zur Erhöhung der Eigenstromnutzung im Gebäude oder zur netzreaktiven Regelung;
  • Verringerung der Takthäufigkeit und Erhöhung der Laufzeit während eines Zyklus von Wärme- und Kälteerzeugern im Teillastfall.
  • Inhaltlich werden behandelt:

  • Begriffe;
  • allgemeine Anforderungen bei der Planung von Speichersystemen;
  • Speicherkenngrößen;
  • Planungsgrundlagen;
  • Systemeinbindung von Speichern;
  • Bemessung und Auslegung von Speichern;
  • Wirtschaftlichkeit.
  • Die Anhänge A bis C enthalten Aussagen zu:

  • Speicherbauarten;
  • Berechnungsbeispiel;
  • Bestimmung der Speicherkenngrößen.
  • Effizienz von Gas-Sorptionsgeräten

    Die Berechnung der saisonalen Effizienzkennzahlen von gasbefeuerten Sorptionsgeräten für Heizung und / oder Kühlung mit einer Nennwärmebelastung nicht über 70 kW beschreibt die DIN EN 12309 Blatt 6 vom November 2025. Sie ersetzt die Norm vom März 2015.

    Diese Richtlinie gilt für Geräte, die dafür ausgelegt sind, für die Raumheizung und -kühlung mit oder ohne Wärmerückgewinnung verwendet zu werden. Sie gilt für Geräte mit Abgassystemen der Arten B und C sowie für Geräte, die zur Aufstellung im Freien ausgelegt sind, einschließlich Geräten der Art A. Zu den Geräten, die von der Norm abgedeckt werden, gehören die folgenden oder eine Kombination daraus:

  • gasbefeuertes Sorptionskühlgerät
  • gasbefeuertes Sorptionskühl- / -heizgerät
  • gasbefeuerte Sorptionswärmepumpe
  • Die EN 12309 gilt nicht für Klimaanlagen. Inhaltlich werden behandelt:

  • Begriffe;
  • Verfahren zur Berechnung der Bezugswerte SGUE und SAEF im Kühlbereich;
  • Berechnungsverfahren für den Bezugswert des saisonalen Effizienzkennzahl im Heizbetrieb.
  • Die normativen Anhänge C bis F enthalten Informationen zu:

  • Anzahl der Stunden im Betriebszustand „Temperatur-Regler AUS“ im Bereitschaftsmodus und im Modus „AUS“ für die Berechnung der Bezugswerte SAEFc und SAEFh;
  • Berechnung des Bezugswertes der saisonalen Effizienzkennzahl im Heizbetrieb für im bivalenten Heizbetrieb;
  • Vorgehensweisen bei der Bestimmung der Werte GUEh, AEFh und SAEFh;
  • Berechnung der saisonalen Energieeffizienz von Raumheizgeräten auf der Basis von monovalenten oder bivalenten gasbefeuerten Sorptionswärmepumpen.
  • Die informativen Anhänge A, B, ZA und ZB beinhalten Aussagen zu:

  • Berechnungsbeispiel für den Bezugswert SGUEc und SAEFc;
  • Berechnungsbeispiel für den Bezugswert SGUEh, SAEFh und SPERh.;
  • Zusammenhang der Norm mit Anforderungen nach EU 813 / 2013;
  • Zusammenhang der Norm mit Anforderungen nach EU 811 / 2013.
  • Es wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • optionale Prüfpunkte wurden hinzugefügt;
  • das Heiztemperaturprofil von 45 °C wurde gestrichen;
  • die Terminologie wurde an die Verordnung EU 813 / 2013 angepasst.
  • Raumluftqualität richtig beurteilen

    Die VDI / ÖFR 6022 Blatt 3 vom Dezember 2025 unterstützt bei der Beurteilung der Raumluftqualität. Mit der Anwendung dieser Richtlinie soll dem Gebäudebetreiber Sicherheit über die Art und Kategorie der Raumluftqualität und damit eine Hilfe bezüglich seiner Verantwortung gegenüber den Raumnutzenden gegeben werden. Inhaltlich werden behandelt:

  • Begriffe;
  • Grundlagen;
  • Luftqualität;
  • Beurteilung der Raumluft;
  • Messtechnik und Probennahme.
  • RLT-Anlagen und Luftleitungen reinigen

    Der Qualifizierung von Personal für die Reinigung von RLT-Anlagen und Luftleitungen dient die VDI / ÖFR / SWKI 6022 Blatt 8.1 vom November 2025. Sie nennt dazu geforderte Inhalte und Anforderungen an die Qualifizierungen und Unterweisungen. Inhaltlich werden behandelt:

  • Begriffe;
  • Qualifikation und Schulung von Personal;
  • Qualifikationsmerkmale von Schulungen.
  • Prof. Dr.-Ing. (em.) Achim Trogisch,
    HTW Dresden, Fakultät ­Maschinenbau, Lehrgebiet TGA

    Bild: Trogisch

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