Frage: Während der Hitzewellen dieses Sommers wurde man von Werbebotschaften für Wunderklimaanlagen überflutet. Diese Geräte benötigen keine Verbindung nach draußen, kein Kältemittel, wenig Strom und kühlen die Räume angeblich in kürzester Zeit herunter. Was ist dran an diesen Werbeaussagen?
Antwort: Als Fachmann aus der Branche war Ihnen sicher auch klar, dass es den Herstellern dieser Geräte nicht gelungen ist, den ersten Hauptsatz der Thermodynamik außer Kraft zu setzen. Die Zeitschrift c‘t [1] hat jetzt einen Artikel veröffentlicht, der den Wunderklimaanlagen „auf den Zahn gefühlt“ hat. Wie erwartet waren die Werbeaussagen nur luftige Versprechen.
Bei den Geräten handelte es sich in einem Fall um einen Akku-Ventilator. Ein weiteres Gerät das nicht nur kühlen, sondern auch heizen kann, entpuppte sich als Heizlüfter, der im Sommer als Ventilator betrieben wird. Der „Luftkühler der nächsten Generation“ wird mit Wasser gefüllt. Der Luftstrom des Mini-Ventilators soll durch die Verdunstungskälte abgekühlt werden.
Wie erwartet, handelt es sich bei den betrachteten Produkten nur um leere Werbeversprechen. Einfache Geräte, die nichts mit einer Klimaanlage zu tun haben, werden zu einem überhöhten Preis angeboten.