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Vorgedämmtes Kunststoff-Rohrleitungssystem für Kaltwasseranwendungen

Schnell verarbeitet

COOL-FIT 2.0 ist ein vorgedämmtes Rohrleitungssystem aus Kunststoff für Kaltwasseranwendungen. Es besteht aus den drei Komponenten Rohr, Dämmung und Außenmantel, die in einem Bauteil integriert sind.

Die Materialeigenschaften des Kunststoffs machen das System korrosionsbeständig, und seine Konstruktion verhindert die Bildung von Kondenswasser. Geringe Druckverluste und eine niedrige Wärmeleitfähigkeit tragen im Vergleich zu metallischen Rohrleitungen zu einer höheren Energieeffizienz bei.

Die Verbindung der Elemente erfolgt durch Elektroschweißen. Die Installationszeit sowie die Arbeitskosten können sich dadurch reduzieren. Das System hat einen geringen Wartungsaufwand und wird in Gewerbe- und Wohngebäuden, Rechenzentren sowie in der Prozesskühlung eingesetzt. Im Vergleich zu nachträglich mit Kautschuk-Weichschäumen gedämmten Metallrohrsystemen weist das System geringere CO2-Emissionen und um durchschnittlich 35 % reduzierte thermische Energieverluste auf.

Wie wird das Rohr verarbeitet?

Für eine fachgerechte Rohrverbindung wird das Rohr zunächst in einen Rohrspannbock eingespannt. Falls eine Anpassung der Länge notwendig ist, wird das Rohr mit einer Rohr- oder Tigersäge rechtwinklig abgelängt.

Anschließend kommt ein spezielles Abisolier- und Schälwerkzeug zum Einsatz, um die korrekte Einstecktiefe vorzubereiten. Dieses Werkzeug führt zwei Arbeitsschritte gleichzeitig aus: Es schält die Oxidschicht von der Rohroberfläche und trennt den darunterliegenden Polyurethanschaum ab. Das Werkzeug wird bis zum Anschlag auf das Rohr getrieben. Ein integrierter Rohrabschneider knackt den abgetrennten Außenmantel auf, der dann durch eine Drehbewegung des Werkzeugs einfach entfernt wird. Die Qualität der Schälung wird durch die Kontrolle des entstandenen Spans sichergestellt: Dieser sollte eine Dicke von 0,2 mm aufweisen und das Rohr mindestens zweimal umschlossen haben.

Das vorgedämmte Kunststoff-Rohrleitungssystem ist korrosionsbeständig, energieeffizient und lässt sich schneller installieren als herkömmliche Metallrohr

Im nächsten Schritt erfolgt die Reinigung. Das vorbereitete Rohrende sowie die aus ihrer Schutzverpackung entnommene Muffe werden mit einem speziellen Kunststoffreiniger (KS-Reiniger) und einem fusselfreien Tuch gründlich gesäubert. Dabei ist darauf zu achten, die Schweißzone in der Muffe nicht mit den Händen zu berühren. Nach einer kurzen Wartezeit, in der der Reiniger vollständig abdampfen kann, werden die Rohrenden bis zum Anschlag in die Muffe gesteckt.

Für den Schweißvorgang wird ein Schweißautomat verwendet. Dieser wird mit seinen zwei Kontakten an der Muffe angeschlossen und erkennt durch eine Widerstandsmessung automatisch die Rohrdimension. Zusätzlich wird der Barcode auf der Muffe mit einem Scanner erfasst, um die exakten Schweißparameter zu laden. Nach dem Start des Vorgangs erhitzen die integrierten Kupferdrähte in der Muffe das Kunststoffmaterial. Dieses plastifiziert und schafft beim Abkühlen eine dauerhafte und unlösbare Verbindung zwischen den Rohren. Dieses Verfahren eignet sich besonders gut für Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen, da lediglich die Kontakte des Schweißgeräts angelegt werden müssen.

In dem Video zeigen wir diese Schritte der Verarbeitung im Detail.

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